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Trendwende am Arbeitsmarkt mit den richtigen Maßnahmen unterstützen 

WKÖ-Gleitsmann: Entlastungen für Betriebe vorantreiben – Unternehmen als wichtiger Partner bei Beschäftigungsaktion 20.000

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Mit einem Minus von 7.896 Personen, die Ende März arbeitslos sind oder sich in Schulungsmaßnahmen befinden, und einem Rückgang der Arbeitslosenquote (nach nationaler Berechnung) um 0,4 Prozentpunkte ist die lang erhoffte Trendwende am Arbeitsmarkt eingeleitet. „Damit aus den positiven Signalen ein nachhaltiger Aufschwung am Arbeitsmarkt entsteht, brauchen wir zusätzliche Anreize für Betriebe. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine weitere Lohnnebenkostensenkung. Nur so können unsere österreichischen Betriebe im internationalen Wettbewerb auf Dauer bestehen und den eingeleiteten Konjunkturaufschwung nachhaltig nutzen. Hingegen sollte man mit dem geforderten Mindestlohn sehr vorsichtig sein, weil sonst die positiven Effekte gleich wieder gebremst oder gar umgekehrt werden können“, so Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der WKÖ.

Mit einem Plus von 58.000 zusätzlichen Beschäftigten (im Vorjahresvergleich) ist die Entwicklung erneut sehr erfreulich. Gleichzeitig steigt die Zahl der offenen Stellen im Vorjahresvergleich österreichweit um 44 %. 

Eingliederungsbeihilfe und betriebsnahe Ausbildungen fördern am besten

Der in den letzten Jahren vom AMS eingeschlagene Weg, die Wiedereingliederung etwa älterer Arbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt durch Eingliederungsbeihilfen zu unterstützen, war jedenfalls der richtige Weg. 34.737 Personen über 50 fanden auf diese Weise wieder einen Job. Der Anstieg der Beschäftigung in der Altersgruppe 50+ ist gleichzeitig mit einem Plus von 5,1 Prozentpunkten im Vorjahresvergleich weit überdurchschnittlich.

Gleitsmann: „Das zeigt einmal mehr, dass die Reintegration arbeitsloser älterer Menschen in die Betriebe sehr gut funktioniert. Studien belegen, dass sich die für Lohnkostenzuschüsse investierten Mittel bereits nach einem Jahr rechnen und die Menschen auch nach Ende der Förderung nachhaltig in den Betrieben beschäftigt bleiben.“ 

Unternehmen als wichtiger Partner bei Beschäftigungsaktion 20.000

Die Beschäftigungsaktion 20.000, mit deren Hilfe langzeitarbeitslose ältere Personen über zusätzlich geschaffene Jobs wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen, muss unbedingt auch Jobs in Unternehmen beinhalten, wie es auch im Arbeitsprogramm der Regierung festgehalten ist, betont Gleitsmann: „Jobs in Unternehmen sind eindeutig nachhaltiger als solche am zweiten Arbeitsmarkt, die sehr teuer sind und gleichzeitig nur befristet. Die Abgrenzung zwischen gemeinnützigen Tätigkeiten und solchen, die am Markt angeboten werden, sind fließend. Jobs in der Landschaftspflege etwa werden von vielen Betrieben angeboten. Es darf nicht sein, dass die Aktion 20.000 sichere Jobs am ersten Arbeitsmarkt vernichtet und durch temporäre Jobs am zweiten Arbeitsmarkt ersetzt. Betriebe müssen im Rahmen der Aktion 20.000 daher jedenfalls mitbedacht werden,“ fordert Gleitsmann.

Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft im Auge behalten

„Die Wirtschaft steht heute mehr denn je im weltweiten Wettbewerb. Der von Kanzler Kern angekündigte Plan einer Sozialunion darf die europäische Wirtschaft in ihrer Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Rest der Welt nicht schwächen, weil sonst Arbeitsplätze verloren gehen. Das europäische Sozialstaatsmodell ist bereits von hohen Sozialausgaben, einer kräftigen Umverteilung und einer großen Regelungsdichte geprägt. Gebot Nummer 1 ist, die österreichischen Betriebe im internationalen Vergleich zu stärken, und dazu braucht es in erster Linie eine weitere Senkung der in Österreich weit überdurchschnittlichen Lohnnebenkosten,“ so Gleitsmann. (PWK288/PM)

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