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Transporteure: Bundesweit koordinierte Vorgehensweise statt Wildwuchs an Fahrverboten notwendig

Fachverbandsobmann Reder betont, dass Klimaziele nur gemeinsam erreicht werden können

Lastkraftwägen
© AdobeStock

"Wenn wir die CO2-Klimaziele erreichen wollen, brauchen wir in Bezug auf Fahrverbote eine bundesweit koordinierte Vorgehensweise. Ein unkontrollierter Wildwuchs in den Bundesländern bringt uns nicht weiter", sagt Günther Reder, Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).  

Bereits seit 2004 gibt es in fast allen Bundesländern auf Durchzugsstraßen Fahrverbote für Lkw über 3,5 Tonnen. "Werden zusätzlich willkürliche und vorwiegend auf subjektiven Wahrnehmungen basierende Fahrverbote gesetzt, dann führt das nicht nur zu einer weiteren Belastung der heimischen Transportunternehmen, sondern auch zu kontraproduktiven Effekten für die Umwelt", so Reder. Schon jetzt verursachten Umwegverkehre, die aufgrund von Fahrverboten nötig sind, in Österreich jährlich Folgekosten von 285 Millionen Euro. Diese ergeben sich u.a. aus Schadstoffemissionen, Lärm, zusätzlichen Infrastrukturkosten sowie Unfallfolgekosten. Gleichzeitig erhöht sich der CO2-Ausstoß im heimischen Straßenverkehr um etwa 500 Tausend Tonnen.  

Zwischen regionalen Transporten und Transitverkehr differenzieren 

"Mautumgehungsverkehre werden von uns selbstverständlich nicht unterstützt. Aber weitere und noch dazu uneinheitliche Verschärfungen der Fahrverbote sind kein wirksames Mittel gegen die Mautumgehung", sagt Reder. Wichtig wäre vielmehr eine Differenzierung zwischen regionalen Transporten und Transittransporten. "Derzeit treffen die Fahrverbote vorrangig die heimische Transportwirtschaft, die hier zu unnötig längeren Transportstrecken gezwungen wird. Wir fordern daher eine bundesweite Evaluierung der bestehenden Fahrverbote. Dazu gehört auch eine sinnvolle und vor allem praxistaugliche Definition des Ziel- und Quellenverkehrs, damit die regionale Wirtschaft nicht beschränkt wird", so Reder, der daher anregt, die regionale Wirtschaft in die Diskussion um Fahrverbote einzubinden. 

Außerdem sollten Anreize geschaffen werden, die Transporteure motivieren, vorwiegend das Autobahnnetz zu nützen. Reder kann sich hier z.B. Mautvergünstigungen für alle Fahrzeuge mit alternativen Antrieben vorstellen. Das würde Ausweichverkehre und damit gleichzeitig den CO2- Ausstoß reduzieren. 

"Durch regionale Fahrverbote werden zwar bestimmte Gebiete entlastet, es handelt sich aber lediglich um eine Verlagerung des Verkehrs. Anstatt nachhaltiger Lösungen zu finden, verursacht man durch weitere Fahrverbote längere Transportstrecken und verstärkt dadurch den CO2 Ausstoß, der im Endeffekt uns allen schadet", so Reder abschließend.

(PWK209/DFS)

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