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Trade Policy Brief: Liberalisierung von Informationsprodukten. Ausweitung des Informationstechnologieabkommen (ITA)

Abteilung für Finanz- und Handelspolitik (FHP) | Wirtschaftskammer Österreich

Dieses Dossier bietet eine wirtschaftliche Analyse über die Ausweitung des Informationstechnologieabkommens (ITA) von 1996.

Ziel der ITA-Ausweitung ist die Beseitigung der Zölle auf IT-Waren, die im ursprünglichen ITA von 1996 nicht erfasst sind. Das Übereinkommen über die Ausweitung des Informationstech-nologieabkommens von 1996 einschließlich der Zollsenkungszusagen der Teilnehmer wurde von den Ministern der Teilnehmerländer am 16. Dezember 2015 während der 10. Minister-konferenz der WTO in Nairobi angenommen. Schätzungen zufolge erfasst es ein jährliches Handelsvolumen im Wert von 1,68 Billionen Euro. Das sind 12,3% aller weltweit gehandelten Güter. Damit werden 90% des weltweiten Handels mit IT-Gütern abgedeckt.

Laut einer Studie der Europäischen Kommission von 2016 sollen sowohl die europäischen Einfuhren als auch die europäischen Ausfuhren aufgrund der Zollbeseitigung von Waren der erweiterten Güterliste des ITA zunehmen. EU-Unternehmen dürfen aufgrund niedrigerer Ein-fuhrpreise auf die erweiterte ITA-Produktliste mit höheren Gewinnen und somit der Verbes-serung ihrer Geschäftsmöglichkeiten sowie Wettbewerbsfähigkeit am EU-Markt rechnen. Die Erweiterung des ITA bietet nicht nur Vorteile für EU-Unternehmen, sondern auch für die Verbraucher. Auch sie dürfen sowohl mit günstigeren Preisen auf diese IT-Güter als auch mit einer größeren Auswahl rechnen.

Das erweiterte ITA wird daher einen Zuwachs für die EU-Wirtschaft und einen Wohlstands-zuwachs für die EU-Verbraucher bringen. Allerdings wird die Europäische Union mit Zollver-lusten bis zu 1,9 Milliarden Euro rechnen müssen.



> zur Übersichtsseite FHP Trade Policy Brief

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