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Tourismus erfreut über Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot Karte und Erleichterungen bei der Betriebsübergabe

Bundessparten-Obfrau Nocker-Schwarzenbacher: Jegliche Erleichterung ist wichtige Unterstützung für Tourismusstandort Österreich

Betriebsübergabe
© WKÖ

Als wichtigen Impuls für den Tourismusstandort Österreich bezeichnet Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute im Ministerrat beschlossene Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot-(RWR-)Karte und die Erleichterungen bei Betriebsübergaben.

Erfahrungen aus der Praxis einzubeziehen und die RWR-Karte als ein wichtiges Instrument für eine kontrollierte qualifizierte Zuwanderung zu adaptieren, sei vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ein wichtiger Schritt für die Tourismuswirtschaft. Vor allem die Flexibilisierung des Punkteschemas in Bezug auf die Qualifikationen und Berufserfahrungen werden den Betrieben Erleichterung bei der Suche nach Arbeitskräften bringen. „Damit ist bereits ein erster wesentlicher Schritt nach dem Arbeitsmarktgipfel Tourismus gelungen“, sagt Obfrau Nocker-Schwarzenbacher. 

Mehr Fachkräfte für die Branche

„Man kann es nicht oft genug betonen und wiederholen: Rund 80 Prozent der heimischen Tourismusbetriebe leiden an starkem Mitarbeitermangel. Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit mit der Bundesregierung wirkliche Früchte trägt und unsere Anliegen ernst genommen werden“, so Nocker-Schwarzenbacher: „Die Digitalisierung des Verfahrens und die Verkürzung des Verfahrens an den österreichischen Vertretungsbehörden sind weitere positive Bausteine, die zum Erfolg der RWR-Karte beitragen werden. Wir erhoffen uns mit dieser Weiterentwicklung der RWR-Karte für Ganzjahresbetriebe mehr positive Verfahren und somit mehr Fachkräfte für die Branche.“ 

Beim Thema der Betriebsübergaben soll es eine Übergangsfrist geben, die Erleichterungen für Unternehmer insbesondere aus gewerberechtlicher, mietrechtlicher und steuerrechtlicher Sicht bringt. Gerade im Tourismus stehen viele Betriebe zur Übergabe an: Laut einer Market-Umfrage plant ein Fünftel der 600 befragten Betriebe in den nächsten Jahren eine Betriebsübernahme bzw. Auflösung. 

Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
© WKÖ Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft

Betriebsübergabe ist ein brennendes Thema

Besonders in den überwiegend von Familien geführten Hotellerie- und Gastronomiebetrieben ist das Thema Betriebsübergabe ein brennendes. „Wir sind sehr froh, dass hier erste Schritte zur Erleichterung für Übergeber und Übernehmer gesetzt werden. Wichtig wäre es in diesem Zusammenhang aber auch, dass die betriebsanlagenrechtlichen Regelungen zum „Stand der Technik“ entschärft werden, da dies oft zu hohen finanziellen Mehrbelastungen für die Übernehmer führt. Zusätzlich sollte das Thema „Beraten statt Strafen“ im Betriebsanlagenrecht stärker verankert werden. Im Vordergrund stehen sollte die Beratung durch die Behörde, damit wir als Unternehmer entlastet werden und uns verstärkt unseren Gästen widmen können“, betonen die Obleute der Fachverbände Gastronomie und Hotellerie, Mario Pulker und Susanne Kraus-Winkler.

„Jegliche Erleichterung für den Einstieg in die Selbständigkeit wird unsererseits begrüßt. Gerade zu Beginn stehen das Tagesgeschäft und der Aufbau des Betriebs im Vordergrund, es gilt sich als „Marke“ mit einem guten Ruf zu etablieren. Umso wertvoller ist es, wenn man dem Geschäftsaufbau Zeit widmen kann“, so Spartenobfrau Nocker-Schwarzenbacher. 

(PWK072/DFS/ES)

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