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Technische Innovationen statt Verbote und Strafsteuern

Synthetische Brennstoffe setzen bei gleicher Wirkung weniger Kohlendioxid frei als fossile Brenn- und Kraftstoffe

WKÖ-Vizepräsident Jürgen Roth
© Kurt Keinrath

Als Forschungsland liegt Österreichs Stärke beim Klimaschutz ganz klar in der Technologieoffenheit. Für die Klimawende gibt es keine Allgemeinlösung, vielmehr setzt sie sich aus vielen kleinen Mosaiksteinen zusammen. So spielen beispielsweise E-Fahrzeuge eine immer größere Rolle im regionalen Individualverkehr, während synthetische Brenn- und Kraftstoffe (eFuels) in Zukunft das Rückgrat am Raumwärmemarkt bzw. im Straßen-, Luft- und Schiffsverkehr bilden werden. 

Synthetische Brennstoffe: Gleiche Wirkung, weniger Kohlendioxid

Konkret handelt es sich bei synthetischen Brenn- und Kraftstoffen um flüssige Energieträger, welche aus überschüssigem Strom aus erneuerbaren Quellen produziert werden. Sie besitzen die gleiche Wirkung wie fossile Brenn- und Kraftstoffe, setzen aber nur so viel Kohlendioxid frei, wie im Produktionsprozess gebunden wurde. Durch den Einsatz von synthetischen Brenn- und Kraftstoffen kann man bewährte Infrastruktur effizient weiterverwenden und gleichzeitig CO2-Emissionen entscheidend reduzieren - bis hin zur Klimaneutralität. Beim Know-how zur Entwicklung von eFuels liegt Österreich im internationalen Spitzenfeld. Das schafft nicht nur Arbeitsplätze und Wohlstand in Österreich, sondern unterstützt als Exportprodukt auch die globale Klimawende. 

Umweltschutz ist nur dann wirklich effektiv, wenn er von Wirtschaft, Industrie und Konsumenten mitgetragen wird. 2,2 Millionen österreichische Pendler sind auf ihren PKW angewiesen, knapp 1,5 Millionen Haushalte heizen mit Öl oder Gas. Eine ideologiegetriebene Verbotspolitik würde für die Mehrheitsbevölkerung massive Kosten, Einschränkungen und damit einhergehend auch eine deutliche Verschlechterung ihrer Lebenssituation bedeuten. Gerade hier könnten eFuels einen entscheidenden Beitrag zu einer erfolgreichen und sozial gerechten Energiewende leisten. 

Gründung der eFuel Alliance Österreich 

Die Gründung der eFuel Alliance Österreich steht kurz bevor mit dem Ziel, das Bewusstsein für synthetische Brenn- und Kraftstoffe in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu erhöhen. Damit dauerhaft praktikable Alternativen für fossile Energieträger zu Verfügung stehen können, müssen Förderprogramme massiv ausgebaut und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen demensprechend gestaltet werden. Die bisherigen demokratisch gewählten und legitimierten Strukturen sollten ausreichen, um die Klimapolitik aktiv und nachhaltig zu gestalten. Weitere Institutionen sind dazu nicht notwendig.

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