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Studie zeigt: Lkw-Fahrverbote bewirken oft mehr statt weniger CO2-Ausstoß

WKÖ-Fachverband Güterbeförderung kritisiert Wildwuchs an Lkw-Fahrverboten – Studie der Technische Universität Wien (TU) führt anhand konkreter Beispiele Auswirkungen vor

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"Lkw-Fahrverbote lösen den Schwerverkehr keineswegs in Luft auf, sondern sie führen zu Verlagerungen. Und das hat unter Umständen negative Auswirkungen auf den CO2-Ausstoß“, fasst Günther Reder, Obmann des Fachverbands Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) die Hauptaussagen einer aktuellen Studie zusammen.   

Konkret hat die Technische Universität Wien (TU) gemeinsam mit Nast Consulting konkrete Strecken analysiert und sich die Folgen von Lkw-Fahrverboten auf Gesamtfahrleistung und CO2-Emissionen angeschaut. Mit dem Ergebnis: Im Bereich der Salzkammergutstraße führen die Fahrverbote ebenso wie im Bereich der Loferer Straße dazu, dass Umwege gefahren werden müssen. Gesetzt den Fall, die Verbote wären aufgehoben, würde sich der CO2-Ausstoß um 17,2 bis 24 Prozent reduzieren. Studienautor Georg Hauger von der TU Wien rät daher: "Die Beurteilung von CO2-Emissionen beim Erlass von Fahrverboten stellt im Rahmen der Nachhaltigkeits- und Klimadebatte eine neue zusätzliche Bewertungsgrundlage dar, die nach dem Stand der Technik künftig entsprechend berücksichtigt werden sollte.“  

Für Reder beweist dies, „dass es keinen weiteren Wildwuchs an Fahrverboten geben darf und die bestehenden Regelungen evaluiert und bundesweit harmonisiert gehören“. Bei der Planung  müssten außerdem Korridore für Lieferanten berücksichtigt werden. Denn nur wenn Beschränkungen nicht zu massiven Umwegverkehren führen, kann unnötiger CO2-Ausstoß vermieden werden.  

Übergangstechnologien sollen Technologiewechsel einleiten  

Das bessere aufeinander Abstimmungen der Fahrverbots-Regelungen ist freilich nur eine Maßnahme, um CO2 einzusparen. "In den nächsten Jahrzehnten wird im Bereich Verkehr ein massiver Technologiewechsel notwendig sein wird“, so Reder. Etwa werde E-Mobilität im urbanen Bereich und Wasserstoff auf weiteren Strecken künftig eine große Rolle spielen. Da es bis zur Marktreife dieser Technologien im Lkw-Bereich aber noch dauert, sollten am Weg dorthin auch Übergangstechnologien bzw. -maßnahmen zugelassen werden. Dazu zählen LNG-betriebene Lkw, für die es mehr Tankstellen geben muss, ebenso wie Lang-Lkw, wie sie in Deutschland zugelassen sind. „Das würde die Anzahl der notwendigen Fahrten reduzieren und damit CO2 einsparen“, so Reder. Zusätzlich plädiert er für eine Erhöhung bei Abmessungen und Gewicht (auf 44 Tonnen). Auch das könnte in der Übergangszeit die Emissionen reduzieren. (PWK 297/DFS)

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