th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Strukturanalyse Einzelhandel - Aktuelle Erhebung zeigt durchaus positive Signale 

Thalbauer: „Lage hat sich 2017 stabilisiert“ - Zahl der Einzelhandelsgeschäfte sinkt 2017 deutlich schwächer als in den Jahren davor, Verkaufsfläche bleibt konstant

v.l.: Ernst Gittenberger (KMU Forschung Austria), Sparten-Geschäftsführerin Iris Thalbauer und Roman Schwarzenecker (Standort+Markt)
© wkö/leithner v.l.: Ernst Gittenberger (KMU Forschung Austria), Sparten-Geschäftsführerin Iris Thalbauer und Roman Schwarzenecker (Standort+Markt)

Heute, Freitag, wurden in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) die Ergebnisse der aktuellen „Strukturanalyse im stationären Einzelhandel 2018“ präsentiert. Sie bildet zentrale Entwicklungen im stationären Einzelhandel in Österreich ab. Neuer Bestandteil der seit vielen Jahren im Auftrag der Bundessparte Handel der WKÖ durchgeführten repräsentativen Studie von KMU-Forschung Austria sind erstmals standortspezifische Analysen für Geschäftsstraßen, Einkaufs- und Fachmarktzentren sowie für Fachmarktagglomerationen, die in Kooperation mit „Standort + Markt“ durchgeführt wurden.  

Strukturwandel flacht 2017 ab 

„Die Strukturanalyse im Einzelhandel zeigt für das Analysejahr 2017 durchaus positive Signale“, fasst Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich, die Ergebnisse der Studie zusammen: „2017 flacht der Strukturwandel im stationären Einzelhandel ab. Für diese Tendenz waren bereits 2016 erste Anzeichen erkennbar. 2017 hat sich die Lage nun entschärft“, hält Thalbauer fest. Konkret bedeutet das: „Die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte ist mit 1 Prozent bzw. 400 Geschäften deutlich geringer gesunken als in den Vorjahren. Der Verkaufsflächenrückgang kommt überhaupt zum Erliegen, die Einzelhandelsverkaufsfläche bleibt gegenüber 2016 konstant“, sagt Thalbauer: „In diesem Sinne kann 2017 als Jahr der Konsolidierung angesehen werden.“ Eine Stabilisierung zeigt sich auch hinsichtlich Konzentrationstendenzen.  

Einzelhandelsverkaufsflächen in Österreich  

Ernst Gittenberger, Projektleiter der Studie im Institut KMU Forschung Austria, hat die Zahlen zu den Einzelhandelsverkaufsflächen in Österreich: „Aktuell stehen den Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich 37.400 Einzelhandelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von rund 13,7 Millionen Quadratmeter für ihren Einkauf zur Verfügung. Damit liegt die Einzelhandelsverkaufsfläche in Österreich mit 1,56 Quadratmeter pro Einwohner/-in weiter im europäischen Spitzenfeld, nämlich im EU-28-Ranking auf Platz 3 hinter Belgien und den Niederlanden“, so der Handelsforscher. 

Als erfreulich bezeichnet WKÖ-Bundesspartengeschäftsführerin Thalbauer ein Ergebnis, das die Studie ebenfalls zeigt: „Die Flächenproduktivität ist 2017 gestiegen, mit dem Konjunkturaufschwung gehen steigende Quadratmeterumsätze im stationären Einzelhandel einher.“ 

Kaufkraftabfluss zu ausländischen Internetkonzernen 

Allerdings ist auch Faktum, „dass der Kaufkraftabfluss zu ausländischen Internetkonzernen einen unerfreulichen Beitrag zum Strukturwandel im heimischen Einzelhandel leistet“, hält Iris Thalbauer fest. „Der heimische Handel – die Ladengeschäfte und die Online-Shops - ist gefordert und steht im Wettbewerb mit ausländischen Internetkonzernen. Hier gilt es, das Prinzip des Fair Play vor allem im Abgaben- und Steuerrecht auf nationaler und europäischer Ebene zu verwirklichen“, so Thalbauer.  

Standort-spezifische Analysen

Roman Schwarzenecker von „Standort + Markt“ hat den Fokus auf standortspezifische Analysen gelegt.  

„Aktuell liegen von den insgesamt 37.400 Einzelhandelsgeschäften in Österreich 6.060 in den analysierten 22-Top-Geschäftsstraßen“, so Schwarzenecker, der ausführt: „Der Angebotsmix in den Innenstädten verändert sich hin zu Gastronomie und Dienstleistungen.“  

In den 235 Einkaufs- und Fachmarktzentren (EKZ/FMZ) befinden sich 6.160 Einzelhandelsgeschäfte, die in Summe knapp 2,9 Millionen Quadratmeter Verkaufsfläche auf sich vereinen – „ein Teil davon liegt in innerstädtischen Geschäftsstraßen“, so Roman Schwarzenecker von „Standort + Markt“. Die Wachstumskurven bei den EKZ/FMZ verflachen jedoch in den vergangenen Jahren. 

Auch die Dynamik bei den Fachmarktagglomerationen (FMA) schwächt sich ab. Die 253 Fachmarktagglomerationen (Stand 2016) beherbergen 2.980 Einzelhandelsgeschäfte mit einer Einzelhandelsverkaufsfläche von knapp 4,3 Millionen Quadratmeter. (PWK523/JHR)

von

Das könnte Sie auch interessieren

  • Transport und Verkehr
Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr

Klacska: Ja zum ökologisch wie wirtschaftlich sinnvollen Infrastrukturprojekt Lobautunnel 

Sprecher der österreichischen Verkehrswirtschaft: „Setze jetzt auf ein Einsehen bei der neuen Wiener Stadtregierung und hoffe, dass auch sie die Wienerinnen und Wiener entlasten will“ mehr

  • Industrie
Industrie begrüßt Anpassung der Arbeitszeit-Höchstgrenzen

Menz: Industrie begrüßt Anpassung der Arbeitszeit-Höchstgrenzen 

Anpassung der Durchrechnungszeiträume an bestehende EU-Regelungen – Verankerung von persönlichen Verhinderungsgründen neu mehr

  • Tourismus und Freizeitwirtschaft
Hotel

Pauschalreisegesetz: ÖHT-Versicherungsmodell für Beherbergungsbetriebe wird umgesetzt 

FV-Hotellerie bringt gemeinsam mit ÖHT und BMNT unbürokratische Lösung auf Schiene – Bürokratie- und Kostenwelle abgewendet mehr