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Strompreiszone: Vorsichtige Erleichterung nach Kompromiss mit Deutschland

Menz: Gesamtpaket bedeutet keine Marktisolation Österreichs und mehr Sicherheit im Netz

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„Die heimische Wirtschaft dürfte nach den derzeitigen Schätzungen mit einem blauen Auge davonkommen können,“ zeigt sich Industriespartenobmann Sigi Menz vorsichtig erleichtert über den gestrigen Ausgang der Verhandlungen zwischen der deutschen Bundesnetzagentur und der österreichischen E-Control. „Mit einer Kapazität von vorerst 4.900 MWh fällt das Engpassmanagement mit unserem Nachbarn positiver aus, als befürchtet - und der Flaschenhals soll in den kommenden Jahren wieder auf 7.000 MWh erweitert werden. Das heißt zum einen, dass der grenzüberschreitende Stromhandel nicht zum Erliegen kommen wird und wir weiterhin – etwas gebremst - in Richtung europäische Marktintegration gehen können. Andererseits aber wird der Großhandelspreis für Strom sich um etliche Prozentpunkte erhöhen. Das tut einem energieintensiven Industriestandort wie Österreich natürlich immer weh.“ 

Wie hoch die Mehrkosten für die Marktteilnehmer in Österreich letztendlich ausfallen werden, kann derzeit noch nicht endgültig beziffert werden. Höhere Strompreise sind jedoch besonders für jene Branchen und Großverbraucher problematisch, die sich technologisch in Richtung einer schrittweisen Elektrifizierung von Produktionsprozessen entwickeln. Dort spielt Strom zu konkurrenzfähigen Preisen eine wichtige Rolle für die Standortentwicklung. Nur ein ausbalanciertes Verhältnis von Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und erneuerbaren Quellen kann die Wettbewerbsfähigkeit dieser Betriebe so weit stärken, dass sie auch in der Zukunft in Österreich investieren und produzieren können.

Mehrkosten für heimische Betriebe vorerst nicht zu erwarten

Zur Stabilisierung der Netze soll künftig auch die Mithilfe von österreichischer Seite ausgeweitet werden: Ab Herbst werden heimische kalorische Kraftwerke Produktionskapazitäten von vorerst 1 GWh, ab 2019 von 1,5 GWh für die deutschen Übertragungsnetzbetreiber zur Verfügung stellen. Mehrkosten sind für heimische Betriebe vorerst nicht zu erwarten.

Dazu Menz: „Dieses Gesamtpaket bedeutet letztlich: Mehr Sicherheit im Netz, so wie Deutschland sich das auch gewünscht hat. Und: Keine Marktisolation Österreichs. Das ist gelungen und dafür sind wir allen Institutionen, die sich in Österreich für das Überleben der Strompreiszone eingesetzt haben, sehr dankbar. Dennoch existiert nach wie vor ein physischer Engpass in Mitteldeutschland. Wenn wir tatsächlich gemeinsam in Europa den großen Schritt in Richtung Erneuerbare machen wollen, dann geht das nur mit einem ambitionierten Netzausbau an den europäischen Hot Spots.“ (PWK417/ES)

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