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WKÖ-Experte Streitner: "Es braucht ein Maßnahmenpaket, um Erdgassubstitution für Unternehmen zu ermöglichen"

Energielenkungsmaßnahmen-Verordnung hilft mit wenigen Ausnahmen kaum beim Umstieg auf Alternativen zu Gas – es braucht andere Maßnahmen

Mann kontrolliert Manometer
© Adobe Stock | kerkezz

Mit der nun in Begutachtung gegangenen Erdgas-Lenkungsmaßnahmen-Verordnung werden Großabnehmer verpflichtet, die Voraussetzungen für eine Erdgassubstitution zu schaffen, sofern dies technisch, wirtschaftlich und rechtlich möglich ist. Für dadurch entstehende Kosten sieht die Verordnung eine Entschädigung vor. Fraglich sei, so Jürgen Streitner, Leiter der Abteilung Umwelt- und Energiepolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), ob die vorliegende Verordnung eine breite Wirkung entfalten wird: "Eine Erdgas-Lenkungs-Verordnung adressiert nur einige wenige Anlagen, die als Großabnehmer eingestuft sind, und ist nur für sechs Monate gültig. In der Regel müssen Unternehmen für eine Erdgassubstitution Anlageninvestitionen tätigen, für die es Genehmigungen braucht. Das ist in diesem Zeitraum kaum zu schaffen und mangels Anpassung der Emissionsgrenzwerte auch meist nicht möglich. Wir müssen jetzt rasch auch an andere Maßnahmen denken."

Dem Experten zufolge ist ein Maßnahmenpaket, das Erdgassubstitution bei Unternehmen jeglicher Größenordnung ermöglicht, dringend notwendig. "Allen voran benötigen Unternehmen Rechtssicherheit, wenn bei einem Fuel-Switch Emissionsgrenzwerte nicht eingehalten werden können. Es geht darum, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, um jetzt Vorkehrungen für eine mögliche Erdgassubstitution treffen zu können. Grundsätzlich gilt: Je eher Gas substituiert werden kann, desto mehr können wir auch einspeichern."

Eine Reihe von weiteren Maßnahmen muss ergänzend umgesetzt werden.

"Die Richtlinie zur Förderung von Anlagenumrüstung, wie es das Erdgasdiversifizierungsgesetz vorsieht, muss rasch geschaffen werden, damit Förderungen auch ausgeschüttet werden können. Auch braucht es abfallrechtliche Erleichterungen, um Produktgase aus Reststoffen, die in Unternehmen anfallen, leichter nutzen zu können", fordert Streitner. Verstärkte Unterstützung sei auch beim Umstieg auf erneuerbare Energien dringend nötig. "Wir warten noch immer auf die Investitionszuschussverordnung für erneuerbare Gase, die bereits mit Beschluss des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes im Juli 2021 hätte umgesetzt werden können", so Streitner abschließend.

(PWK318/DFS)

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