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Smarte Bildung im Zeitalter smarter Maschinen: Vollkommene Umkehr der bisher erforderlichen Kompetenzen 

Landertshammer: Interdisziplinäres Lernen fördern – Persönliches digitales Portfolio erweitern und pflegen

Smarte Bildung
© wkö

„Smarte Bildung im Zeitalter smarter Maschinen bedeutet eine vollkommene Umkehr der Kompetenzen, nämlich weg vom reproduzierenden hin zum kreativen und interaktiven Lernen. Wir müssen danach fragen, wie Roboter und künstliche Intelligenz unsere Skills und Fähigkeiten ergänzen“, betonte gestern, Mittwoch Abend, der Leiter der Bildungspolitischen Abteilung der WKÖ, Michael Landertshammer im Rahmen der Veranstaltung „Smarte Bildung im Zeitalter smarter Maschinen“. In ihren Keynotes betonten Christoph Kunz, Leiter für die globale Siemens Lehrlingsausbildung, Ulrich Eberl, Physiker und Wissenschaftsjournalisten sowie Pia Zimmermann, SAP Mitarbeiterin und Autorin von „Generation Smartphone“.

Pia Zimmermann, IT Expertin, Vortragende an FH und Universitäten in CH, USA, Deutschland, Autorin von „Generation Smartphone“ die Interdisziplinarität der sich insbesondere die jungen Menschen heute stellten müssten.  

Pia Zimmermann berichtete über die Vor- und Nachteile von Smartphone und Social Media, etwa wenn es um den Download hochwertiger Nachhilfe- und Lernmaterialien im Netz geht. Digitale Mittel würden den Lernprozess durch mehr Motivation und Freude am Lernen und einem leichteren Zugang zu Informationen für alle unterstützen. Zudem wirke sich der virtuelle Kontakt mit Fremdsprachen positiv aus. Kritisch sei natürlich immer der Datenschutz zu sehen und hier insbesondere in den sozialen Medien. „Der Umgang mit digitalen Medien ist aber generell eine gute Vorbereitung auf lebenslanges Lernen“, so Zimmermann.

Digitale Transformation nicht aufzuhalten 

Aus betrieblicher Sicht bedeute der digitale Wandel für die Qualifizierung der Mitarbeiter ein „Must have“, so Christoph Kunz. Bei Siemens, Ausbilder von rund 12.000 Lehrlingen, sei natürlich ein Wechsel in der Unternehmenskultur - Stichwort Disruption – sichtbar. Digitale Transformation könne aber nicht aufgehalten werden, die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen und interdisziplinärer Zusammenarbeit sowie zu Innovationen sind die Voraussetzungen für Beschäftigungsfähigkeit. Jeder Mitarbeiter bei Siemens sei gefordert, sein persönliches digitales Portfolio zu pflegen und zu erweitern. Digitale Kenntnisse seien bei Lehranfängern selber noch nicht unbedingt erforderlich. Wichtiger sei, dass Lehrlinge über gute mathematische Grundkenntnisse verfügen, sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache sowie Leseverständnis für Gerätebeschreibungen und Arbeitsanweisungen mitbringen.  

Big Data wird zu Smart Data 

Ulrich Eberl vermittelte in seinen Ausführungen die Grundzüge künstlicher Intelligenz.

Er berichtete von Trends in Finanz-Personalwesen und Marketing, denn künstliche Intelligenz verwandele Big Data in Smart Data – und erkenne Muster in großen Datenmengen. „Das Smartphone war nur der Anfang – in Zukunft wird alles Smart: von Smart Planet über Smart Cities (vernetzte Gemeinden, Seestadt Aspern), Smart Energy (Stromnetz), Smart Buildings, Smart Transport, Smart Health, Smart Industry und Smart Living“, so Eberl. Künstliche Intelligenz sei zudem in hochentwickelten Ländern wie Deutschland, Japan, Korea, USA kein Jobkiller, sondern führe eher zu Vollbeschäftigung und Wirtschaftsboom, da sich neue Berufe und Berufsbilder ergeben.  

Mit der zunehmenden digitalen Transformation entstehe über die lückenlose Überwachung, über Bewegungs- und Kommunikationsprofile und automatische Analyse von Textinhalten, etc natürlich Gefahrenpotentiale. So etwa in China am Beispiel „Citizen Score“: Hier bestimmen Computer über Jobs und Wohnungszuweisung. Trotzdem bestand bei allen Keynote-Speakern Übereinstimmung darin, dass breite Bildung unabdingbar sei, denn das sogenannte „Orientierungswissen“ sei wesentlich für ein Zurechtfinden in einer komplexen Welt. „Lernen lernen“ sei damit wichtiger als Fachwissen. (PWK161/us)

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