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Silicon Valley: Unternehmen müssen sich auf unterschiedliche Zukunftsszenarien einstellen 

WKÖ-Vize Roth eröffnet Niederlassungsleiter-Konferenz auf der Stanford Universität

In Silicon Valley fand Ende vergangener Woche die Niederlassungsleiter-Konferenz österreichischer Unternehmen in den USA statt - die „Austria Connect North America“. WKÖ-Vizepräsident Jürgen Roth und Österreichs Botschafter in den USA, Wolfgang Waldner, eröffneten die zehnte Austria Connect, diesmal unter dem Motto „Society Transforming Technologies“ - auf dem Campus der renommierten Stanford University. Ziel dieses jährlichen Treffs ist – neben Netzwerken - die Diskussion neuer branchenübergreifender Entwicklungen. „Was die Teilnehmer im Silicon Valley vor allem fesselte, waren die rasche Umsetzung von Ideen und die schnelle Kommerzialisierung“, fasst der Wirtschaftsdelegierte in Los Angeles Rudolf Thaler die Eindrücke zusammen. Das Silicon Valley wird getrieben von der Jagd nach der nächsten disruptiven Technologie. Fehler machen ist kein Stigma, sondern eine wertvolle Erfahrung. Think Big lautet im weltgrößten Innovationsbiotop die Devise, so Thaler. 

Die Zukunft aktiv mitgestalten

„Du kannst die Zukunft nicht vorhersagen, aber sie selbst aktiv gestalten“, erklärte Sean Ness vom Institute for the Future. Unternehmen müssen sich auf mehrere zukünftige Entwicklungen einstellen und „außerhalb der Box“ denken, so Ness. Ein Dilemma sei meist Jahre im Vorhinein erkennbar und es gibt dementsprechend Zeit zu reagieren. So hat beispielsweise der Trend zum autonomen Fahren Auswirkungen auf zahlreiche Branchensegmente. 

Cyril Ebersweiler, Gründer des weltgrößten Hardware Accelerators HAX, wies auf die starke Senkung der Eintrittsbarrieren im Hardwaresektor hin. Für den Bau eines Roboters waren vor zehn Jahren noch ein Team von zehn Personen über einen Zeitraum von vier Jahren und ein Kapitaleinsatz von rund zwei Mio. US-Dollar erforderlich. Heute bauen zwei Projektmitarbeiter einen Roboter in rund 18 Monaten und kommen mit etwa 5 Prozent der früher erforderlichen Investitionssumme aus. HAX investierte beispielsweise in das österreichische Startup Wunderkind. China hat mit zwölf Unternehmen zurzeit die meisten Hardware-Unicorns, gefolgt von USA (10) und Europa (1). Unicorns sind Startups, die nicht älter als zehn Jahre sind und einen Kapitalwert von über einer Milliarde US-Dollar haben.   

Offener Zugang zu Problemlösungen

Rick Rasmussen von der Universität Berkeley unterstrich die vielfältigen Instrumente zur Förderung von Innovationen, die im Valley zum Einsatz kommen, wie etwa Demo Days, Pitching Days und Hackathons. Das Silicon Valley ist mit seinem einzigartigen Eco-System das Mekka für Startups. Aber nicht nur: Auch etablierte Unternehmen können im Silicon Valley ihre Antennen nach disruptiven Technologien ausfahren.

Design Thinking wird immer mehr zum Wettbewerbsfaktor. Nicht die Vielfalt an Produktfunktionen steht im Vordergrund, sondern das Kundenerlebnis. Erforderlich dazu ist ein neuer, offener Ansatz der Problemlösung. Dies veranschaulichte Lunar-Präsident John Edson – eine McKinsey Firma - im Rahmen seines Workshops.   

Forschung in Stanford auch für heimische Unternehmer 

Der niederösterreichische Spitzenforscher und Stanford-Professor Fritz Prinz wies auf die rasche Senkung der Kosten erneuerbarer Energien hin, die in absehbarer Zeit bei zwei Cent pro Kilowatt Stunde liegen könnten. Der „heilige Gral“ ist das Speichern von Energie. Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl unterzeichnete Anfang September ein Kooperationsabkommen mit der Stanford University, das österreichischen Unternehmen Zugang zum Netzwerk der Universität und neuesten Forschungsergebnissen ermöglicht. 

In den USA gibt es etwa 700 österreichische Niederlassungen, die über 31.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die USA sind nach Deutschland Österreichs zweitwichtigste Exportdestination und mit großem Abstand zu China der größte Überseemarkt. (PWK738/ES)

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