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Sichtbare Aufwertung für Meistertitel und neuer Schwung für die heimischen Unternehmen

Nationalrat verabschiedet den eintragbaren Meistertitel und Gesetze zur Konjunkturstärkung

Schneidermeisterin Nicole Scherz
© WKÖ Schneidermeisterin Nicole Scherz

Der eintragungsfähige Meistertitel wurde am Mittwochabend im Nationalrat beschlossen. Damit wird eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer umgesetzt und die Lehre weiter gestärkt.

Die österreichischen Meisterinnen und Meister können ab 21. August 2020 in öffentliche Dokumente wie z.B. Reisepass, Personalausweis oder Führerschein ihren Meistertitel eintragen lassen und als Abkürzung (Mst.in bzw. Mst.) vor dem Namen führen. Der Meistertitel ist formal dem akademischen Bachelor gleichgestellt und stärkt damit das Ansehen der heimischen Spezialistinnen und Spezialisten. 

Neuer Schwung für die Unternehmen

Bereits am Dienstag hat der Nationalrat zudem zwei Gesetze beschlossen, die maßgeblich die Handschrift der Wirtschaftskammer tragen und die heimischen Unternehmen dabei unterstützen, aus der Krise zu kommen: das Konjunkturstärkungs- und das Investitionsprämiengesetz.

Im Überblick:

Konjunkturstärkungsgesetz

  • Möglichkeit der degressiven Absetzung für Abnutzung (AfA)
    Alternativ zur linearen Abschreibung ist eine degressive AfA mit einem Höchstsatz von 30 % des jeweiligen Buchwertes möglich, bei Gebäuden eine beschleunigte AfA. Die so entstehende Verminderung der Steuerbemessungsgrundlage sorgt für Liquidität bei den Unternehmen. 
  • Zeitlich befristete Möglichkeit zur Gewinn-/Verlustteilung ("Verlustrücktrag")
    Über einen Verlustrücktrag können einmalig Verluste aus 2020 mit Gewinnen aus dem Jahr 2019 und unter gewissen Voraussetzungen aus dem Jahr 2018 gegengerechnet werden. Dabei gilt eine Deckelung von 5 Mio. Euro. 
  • Verlängerung von Abgabenstundungen und Zahlungserleichterungen
    Die zu Beginn der Covid-19-Pandemie bis 1. Oktober 2020 gewährten Stundungen werden bis zum 15. Jänner 2021 verlängert. Das erspart den Unternehmerinnen und Unternehmern eine neuerliche Antragstellung. Bis 15. Jänner 2021 fallen keine Stundungszinsen an, danach werden diese schrittweise angehoben. Säumniszuschläge werden bis 31. Oktober 2020 ausgesetzt. 

Investitionsprämiengesetz

  • Ab 1. September 2020 kann für Investitionen, die zwischen 1. August und 28. Februar 2021 getätigt werden, eine Investitionsprämie in der Höhe von 7 % beantragt werden, ausgenommen sind klimaschädliche Investitionen.

  • Für Güter im Zusammenhang mit Digitalisierung, Ökologisierung, Gesundheit/Life Science gilt ein Prämiensatz in der Höhe von 14 %.

  • Die Abwicklung erfolgt über das Austria Wirtschaftsservice (aws).

  • Die Richtlinie zur Beantragung der Investitionsprämie mit weiteren Details befindet sich noch in Ausarbeitung.

Durch die Novelle des FMA-Gesetzes wurden zudem Regulatory Sandboxes für FinTech-Unternehmen eingerichtet. Auch das begünstigt Innovationen und stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich.

Diese Schritte gehen eindeutig in die richtige Richtung. Maßnahmen, die den Standort mittel- und langfristig wettbewerbsfähig machen und die Innovationskraft stärken unterstützen den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft. Die Maßnahmen sind eine dringend benötigte Unterstützung für viele heimische Betriebe. Für den Herbst brauchen wir eine neue Form der Kurzarbeit, die betroffene Branchen auch über den September hinaus unterstützt.

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