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Sery-Froschauer: Werbewirtschaft bleibt im Vorwärtsgang 

WIFO-Werbeklimaindex: Konjunkturmotor läuft rund, Unternehmen bleiben optimistisch - Sery-Froschauer: Wir brauchen klares Bekenntnis zu Digital- und Medienstandort Österreich

v.l: Werner Hölzl (WIFO), Angelika Sery-Froschauer (Obfrau des FV Werbung und Marktkommunikation) und Markus Deutsch (Geschäftsführer FV Werbung)
© wkö/leithner v.l: Werner Hölzl (WIFO), Angelika Sery-Froschauer (Obfrau des FV Werbung und Marktkommunikation) und Markus Deutsch (Geschäftsführer des FV Werbung und Marktkommunikation)

„Wie in der Gesamtwirtschaft zeigt sich erfreulicherweise auch in der Werbewirtschaft ein starker Aufwärtstrend. Ich freue mich, dass die Unternehmen so optimistisch sind“, kommentiert Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den aktuellen WIFO-Werbeklimaindex. Dieser zeigt eine sehr zuversichtliche Stimmung in der österreichischen Werbewirtschaft. Der Indexwert ist im Vergleich zur August-Befragung von +24 auf +30 Punkte gestiegen. „Sowohl die aktuellen Lagebeurteilungen als auch die Konjunkturerwartungen haben sich weiter verbessert“, zeigt sich die oberste Branchensprecherin zufrieden. 

Österreichs Werbewirtschaft befindet sich im Aufwind, positive Konjunktur

„Seit dem Frühjahr läuft der Konjunkturmotor in der österreichischen Werbewirtschaft rund und profitiert dabei vom breit getragenen Aufschwung in Österreich und in Europa“, analysiert Werner Hölzl, Wirtschaftsexperte des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), das Wachstum im III. Quartal. Die Auftragsbücher sind aktuell gut gefüllt – 82 Prozent der Unternehmen geben an, über zumindest ausreichende Auftragsbestände zu verfügen. Auch die Ausblicke auf 2018 bleiben zuversichtlich. Ein Viertel der Unternehmen rechnet mit einer weiteren Verbesserung ihrer Geschäftslage. Mehr Unternehmen als in den Vorquartalen (rund 21 %) planen, in den nächsten Monaten zusätzliche Mitarbeiter einzustellen.

„Auf Basis der bereits guten Konjunktursituation sind auch die Erwartungen optimistisch. Dies macht uns auch für 2018 sehr zuversichtlich“, fasst Sery-Froschauer die Einschätzung des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation anschließend zusammen.

Sery-Froschauer: Gute Konjunkturlage darf nicht zum Zurücklehnen verleiten 

„Allerdings darf die gute Konjunkturlage nicht dazu verleiten, sich zurückzulehnen“, so Sery-Froschauer. „Sowohl Unternehmen als auch die Politik sollten diese Zeit nutzen, um Herausforderungen anzugehen. Die fortschreitende Digitalisierung führt zu Umbrüchen, die Unternehmen und Politik betreffen. Das Thema geht weit über die Werbebranche und den Medienbereich hinaus. Digitalisierung ist für unsere Branche ein zentraler Fokus. Die Sicherung eines unverfälschten Wettbewerbs braucht ein Level-Playing-Field. Dazu müssen auch im digitalen Zeitalter gleiche Spielregeln für gleichartige Dienste gelten. Wir wünschen uns von der kommenden Bundesregierung, dass die Digitalisierung ernst genommen wird und die bestehenden Rahmenbedingungen auf den Prüfstand gestellt werden. Es kann nicht sein, dass klassische Medienanbieter im Wettbewerb benachteiligt werden“, fordert Sery-Froschauer und definiert die wichtigsten Forderungen der Branche: 

  • Chancengleichheit im Wettbewerb herstellen, insbesondere durch gleiche Regeln für gleiche Dienste
  • Steuerliche Wettbewerbsverfälschungen beseitigen, die Bagatellsteuer Werbeabgabe abschaffen
  • Durch ein klares Bekenntnis zum Digital- und Medienstandort Österreich möglichst viel Wertschöpfung in Österreich schaffen
  • Förderung österreichischen Contents und heimischer Programminhalte durch eine moderne Medienfinanzierung gewährleisten

    (PWK917/ES)

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