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Schwarzer: Europa und Österreich müssen vorzeigen, wie Klimaschutz und Wachstum unter einen Hut passen

Kein Rückenwind von UN-Klimakonferenz COP25 – dabei kann Klimaschutz mit Wirtschaftsimpulsen verknüpft werden

Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
© WKÖ Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)

Die 25-igste Weltklimakonferenz hat trotz Verlängerung zu keinen wesentlichen Ergebnissen geführt. Zahlreiche Punkte müssen folglich bei der nächsten Konferenz in Glasgow nochmals behandelt werden. Dabei wäre eine Stärkung des Pariser Klimavertrags etwa durch einen globalen CO2-Preis für Schlüsselsektoren wie Stromerzeugung, Stahlwerke und andere energieintensive Industrien dringend geboten.

Die EU zeigte sich weiterhin entschlossen, den Weg der Dekarbonisierung bis 2050 auch alleine zu gehen. Während einige Staaten Sand ins Getriebe werfen und die weltweiten Bemühungen ins Stocken geraten, will vor allem Europa das Tempo im Rahmen des Pariser Klimaschutzvertrags noch erhöhen. Durch die Ankündigung des European Green Deal trat die EU wieder einmal in Vorlage. Hinken andere Wirtschaftsräume immer mehr nach, droht der Kampf gegen Klimaerwärmung zu scheitern und das Pariser Abkommen auseinanderzubrechen. 

„Leider gibt es noch immer zahlreiche Staaten, die Klimaschutz als Belastung verstehen. Diesen müssen wir Europäer zeigen, wie Klimaschutz als Innovationsmotor wirken und die Wettbewerbsfähigkeit davon profitieren kann. Wenn Europa zeigt, wie ein prosperierendes, ökologisch nachhaltiges Wirtschafts- und Energiesystem funktionieren kann, werden andere Staaten am ehesten folgen“, so Schwarzer.

Österreich ist bestens gerüstet

Österreich ist mit seiner äußerst effizienten energieintensiven Industrieleitbetrieben und mit seinen innovativen Energie- und Umwelttechnologieführern bestens gerüstet, den Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie auf sehr hohem Niveau zu demonstrieren. „Auch der schwache Kompromiss von Madrid soll Österreich nicht davon abhalten, um vernünftigen Klimaschutz mit Wirtschaftsimpulsen zu verknüpfen, und dabei die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu schützen und zu stärken“, fordert Schwarzer. (PWK601/DFS)

  

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