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Schultz: Unternehmerinnen auf dem Vormarsch – Top-Rahmenbedingungen notwendig

Aktuelle Studie: Unternehmerinnen sind bestens ausgebildet, leiten oft Kleinbetriebe und wirtschaften umsichtig – Herausforderungen: Vereinbarkeit, alte Rollenbilder, Bürokratie

Martha Schultz, WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), und Studienautorin Eva Heckl, KMU-Forschung Austria
© WKÖ/Leithner Martha Schultz, WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), und Studienautorin Eva Heckl, KMU-Forschung Austria

Mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich wird von einer Frau geleitet, bei den Unternehmensgründungen konnte mit 45% im Jahr 2017 der höchste Frauenanteil aller Zeiten erreicht werden und auch im EU-Vergleich liegt Österreich beim Frauenanteil unter den Selbständigen an sechster Stelle unter den EU-28 und damit über dem EU-Schnitt. „Die rund 120.000 Unternehmerinnen sind also ein unverzichtbarer Bestandteil von Österreichs Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze und Wohlstand in Österreich. Deshalb haben sie auch die bestmöglichen Rahmenbedingungen verdient“, kommentierte Martha Schultz, WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, der Unternehmerinnenvertretung in der Wirtschaftskammer Österreich, am Mittwoch, eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria „Unternehmerinnen in Österreich 2017“. 

Demnach gehören Unternehmerinnen zu den gebildetsten Bevölkerungs­gruppen. Ein Drittel der selbstständigen Frauen im Jahr 2016 verfügte über eine Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluss, was einen deutlichen Anstieg seit 2006 (24%) bedeutet. Zudem berichtet Studienautorin Eva Heckl von der KMU Forschung Austria, dass fast die Hälfte (45%) der befragten Unternehmerinnen zwischen 2013 und 2016 auf ein Umsatzplus verweisen konnte – deutlich mehr als bei der befragten männlichen Vergleichsgruppe (37%). Allerdings, so Heckl, fielen die Umsatzzuwächse in diesem Zeitraum bei den Frauen niedriger aus als bei Männern. 

Studie: Hauptlast bei Vereinbarkeit von Job und Familie liegt immer noch bei Frauen

Gründe dafür liegen, so die Studienautorin, unter anderem im privaten Bereich – vor allem in der Vereinbarkeit von Job und Familie. Hier tragen, gemäß der Studie, Mütter nach wie vor die Hauptlast: 73% der unternehmerisch aktiven Mütter mit betreuungspflichtigen Kindern übernehmen die Betreuung dieser selbst – dem gegenüber stehen nur 35% der unternehmerisch tätigen Väter. Rund 42% der Unternehmerinnen fühlen sich durch die Mehrfachbelastung beeinträchtigt. „Eigentlich ein untragbarer Zustand“, konstatierte Schultz. „Hier braucht es nicht nur dringend ein gesellschaftliches Umdenken, um verkrustete Rollenbilder aufzubrechen, sondern auch rasche politische Weichenstellungen“, forderte die oberste Unternehmerinnen-Sprecherin vehement den Ausbau eines flexiblen und qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungsangebots in ganz Österreich – vor allem auch im ländlichen Bereich. 

Wie für alle heimischen Unternehmen stellt auch für Unternehmerinnen überbordende Bürokratie eines der größten Probleme dar, zeigen die Studienergebnisse. „Deshalb ist nachhaltiger Abbau der Bürokratie das Gebot der Stunde“, betonte Schultz und begrüßte in diesem Zusammenhang auch die Pläne der neuen Bundesregierung.  

Da rund zwei Drittel (67 %) aller weiblichen Selbstständigen Ein-Personen-Unternehmen (EPU) sind - zum Vergleich: der EPU-Anteil bei Männern liegt knapp unter der Hälfte -, liegt Schultz die Unterstützung dieser Gruppe besonders am Herzen. Auch wenn hier schon viele Verbesserungen durch den intensiven Einsatz der WKÖ auf Schiene gebracht werden konnten, müssten EPU weiterhin konsequent entlastet werden, fordert Schultz etwa Büros im Wohnungsverband steuerlich zu begünstigen bzw. eine Verbesserung beim Krankengeld. Konkret solle der Anspruch auf Krankengeld bereits ab dem 30. Tag – und nicht wie aktuell erst ab dem 43. – bestehen. (PWK060/ES)

Frau in der Wirtschaft (FiW)

Frau in der Wirtschaft (FiW) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) vertritt die Interessen der rund 120.000 österreichischen Unternehmerinnen. Diese leisten einen maßgeblichen Beitrag zu Beschäftigung und Wohlstand in Österreich: Mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich (rund 37 Prozent) wird von einer Frau geleitet und bereits 45 Prozent der Unternehmensneugründungen erfolgen durch Frauen.

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