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Schultz: EPU sind kein Modephänomen, sondern ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor 

Rund 315.900 EPU waren 2018 in Österreich Chef und Mitarbeiter in einer Person – Hauptmotive: Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung - Steuerreform bringt Vorteile für EPU

EPU
© WKÖ

„EPU sind kein Modephänomen, sondern als vollwertige Unternehmerinnen und Unternehmer ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Österreich. Sie erfreuen sich wachsender Umsätze, strotzen vor Unternehmergeist und verdienen 100-prozentigen Respekt und uneingeschränkte Wertschätzung“, betonte WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz anlässlich der Präsentation der aktuellen Studie "EPU in Österreich - Monitoringbericht 2018/19" der KMU-Forschung Austria gemeinsam mit Elisabeth Zehetner-Piewald, Leiterin der Abteilung Zielgruppenmanagement in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), am Mittwoch in Wien. Rund 315.900 Ein-Personen-Unternehmen (EPU) waren 2018 in Österreich Chef und Mitarbeiter in einer Person. Damit macht dieser Sektor etwa 59,8 Prozent aller heimischen Unternehmen aus – ein Anteil, der sich laut Zehetner-Piewald nun auf diesem Niveau einpendeln dürfte. Ohne selbständige Personenbetreuer liegt der Anteil bei nur 54,4 Prozent. 

„Die Studie räumt endlich mit Vorurteilen auf, die EPU in die Opferrolle drängen, und zeigt ganz klar: Der Großteil der EPU entscheidet sich bewusst für die Selbständigkeit, um sich in einem erfüllteren Arbeitsleben zu verwirklichen. Für viele Branchen ist das einfach die ideale Unternehmensform“, bezeichnete auch Schultz die Kleinstunternehmen als unverzichtbaren Bestandteil von Österreichs Wirtschaft. 

Top-Gründungsmotive: Flexiblere Zeiteinteilung und Selbstverwirklichung

Der dezidierte und bewusste Wunsch zur Selbständigkeit spiegelt sich auch klar in den erhobenen Gründungsmotiven wider: Top-Motive sind Unabhängigkeit (79 Prozent), Selbstverwirklichung (76 Prozent) und die flexiblere Zeiteinteilung (69 Prozent). All diese den Pull-Faktoren zuzuschreibenden Motive sind seit 2007 kontinuierlich gestiegen, so Schultz.

Auch die Umsätze der EPU sind gestiegen – etwa die Hälfte der befragten EPU (49 Prozent) konnte im Zeitraum von 2016 bis 2018 ein Umsatzwachstum erzielen. 31 Prozent der befragten EPU hielten ihre Umsätze in den vergangenen drei Jahren auf konstantem Niveau. 

WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz und Elisabeth Zehetner-Piewald, Leiterin der Abteilung Zielgruppenmanagement in der WKÖ, präsentieren die aktuelle Studie
© WKÖ/Leithner WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz und Elisabeth Zehetner-Piewald, Leiterin der Abteilung Zielgruppenmanagement in der WKÖ, präsentieren die aktuelle Studie "EPU in Österreich" der KMU-Forschung Austria

EPU sind vielfältig: Facetten der Ein-Personen-Unternehmen

EPU sind besonders gut ausgebildet: Der Akademikeranteil ist deutlich gestiegen und liegt bei 35 Prozent (2008: 26 Prozent) und stellt damit die größte Gruppe unter den EPU dar. Die weiteren Bildungsabschlüsse gliedern sich in Lehre/Meisterprüfung mit 29 Prozent, Höhere Schulen mit 21 Prozent, berufsbildende, mittlere Schulen mit 10 Prozent und Pflichtschulen mit 5 Prozent. Was die Bestandsdauer betrifft, hat sich rund ein Viertel (27 Prozent) der EPU in den letzten 3 Jahren selbständig gemacht. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) ist bereits zwischen 4 und 9 Jahren unternehmerisch tätig und rund 38 Prozent sind seit mehr als 10 Jahren selbständig.

  • Rund 82 Prozent aller EPU üben ihre unternehmerische Tätigkeit hauptberuflich aus, davon 62 Prozent Vollzeit und 20 Prozent Teilzeit.
  • Rund 27 Prozent der EPU exportieren ihre Waren und Dienstleistungen. Insgesamt 12 Prozent aller EPU erwirtschaften sogar mehr als 25 Prozent ihres Umsatzes durch Export.  

WKÖ erfolgreich bei Entlastung für EPU

Die Wirtschaftskammer, so Schultz, setze sich seit vielen Jahren intensiv und spezifisch – über die branchentypischen Interessen hinausgehend - für EPU ein. „Deshalb freut es uns besonders, dass zahlreiche unserer dringenden Forderungen, die vor allem auch EPU-Betrieben zugutekommen, von der Regierung bei der Steuerreform aufgegriffen wurden“, sprach die WKÖ-Vizepräsidentin etwa die Anhebung der Grenze für geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG) an, die schon nächstes Jahr von 400 auf 800 Euro, 2021 dann auf 1.000 Euro steigt. Ebenso für EPU auf Schiene gebracht werden konnten die Erhöhung der Wertgrenze für Kleinunternehmer von 30.000 Euro auf 35.000 Euro, die Anhebung des Basis-Gewinnfreibetrags von 30.000 auf 100.000 Euro sowie die für 2021 angekündigte Tarifsenkung bei der Lohn- und Einkommensteuer. 

Zur Forderung nach Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes im Wohnungsverband, die noch verhandelt werde, gäbe es klare positive Signale seitens der Regierung, zeigt sich Schultz zuversichtlich. Immerhin jedes fünfte EPU (19 Prozent) arbeitet von zu Hause in einem gemischt genutzten Arbeitszimmer. (PWK255/ES)

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