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Scheichelbauer-Schuster: Hohe Transportkosten belasten Handwerks- und Gewerbebetriebe

Kostenwahrheit im Verkehr durch Neubewertung der Wegekosten nötig

Scheichel zu Maut
© wkö

Mit Blick auf die heute, Freitag, präsentierte Prognos-Studie zur Kostenwahrheit der LKW-Kosten weist die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKÖ, Renate Scheichelbauer-Schuster, auf die insgesamt hohe Belastung aus den Transportkosten für Klein- und Mittelbetriebe der Sparte hin. „Gewerbe- und Handwerksbetriebe können seit Jahren die auflaufenden Kosten nicht in ausreichendem Maße in den Preisen unterbringen. Transportkosten machen insbesondere im Bau- und Baunebengewerbe einen nicht unerheblichen Prozentsatz in der Preisgestaltung aus. Käme es hier zu einer Anpassung der Tarife, würde dies nicht nur zu mehr Kostenwahrheit im Verkehr selber sondern auch zu einer Entlastung der Betriebe führen.“ 

Hohe Maut trifft auch die kleinen Handwerker

Die Obfrau verweist hier auf Deutschland, wo seit Einführung der Lkw-Maut die dem Lkw zurechenbaren Infrastrukturkosten bei der Neuermittlung der Wegekosten im Jahr 2013 deutlich abgesenkt wurden – mit der Folge, dass auch die Mauttarife nach unten korrigiert wurden. Laut der vorliegenden Studie überdecken in Österreich aber die LKW-Mauteinnahmen die tatsächlichen Wegekosten. „Jede LKW-Maut, die den Fernverkehr treffen soll, trifft auch den Handwerker, der auf die 50km entfernte Baustelle muss. Ich würde mir wünschen, dass die Kostentangente der Wegekosten neu bewertet wird, sodass die Betriebe insgesamt entlastet werden bzw. Mittel für neue Initiativen wie eine weitere Ökologisierung des Verkehrs in Betracht kommen. Schließlich nutzt dies auch den Konsumenten und -innen“, so Scheichelbauer-Schuster abschließend. (PWK334/us)

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