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Scheichelbauer-Schuster: Ausbildungsbetriebe stärken, Lehre aufwerten 

Mangel an qualifizierten Lehrlingen – 6-Punkte-Plan von Gewerbe und Handwerk 

© Ing. Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk

Mit Verwunderung reagierte heute, Donnerstag, die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster, auf die Aussagen von Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske: „Gewerbe und Handwerk ist Österreichs größter Lehrlings-Ausbilder, fast die Hälfte der Lehrlinge werden in Betrieben der Sparte ausbildet. Allen sollte daran gelegen sein, die Ausbildungsbetriebe zu stärken und die Lehre aufzuwerten. Was die Ausbildungskosten von Lehrlingen betrifft, zeigt die vom IBW erstellte Modellrechnung klar und deutlich, dass die Ausbildungsbetriebe in allen Lehrjahren im Schnitt draufzahlen. 

Lehrlinge kosten dem Betrieb Geld, das weiß ein jeder, der tagtäglich mit Lehrlingen im Betrieb zu tun hat. Das geht bis zum Zeitaufwand für die Ausbildner im Betrieb.“  Warum mit einer willkürlichen Gegenrechnung von angeblich ersparten Rekrutierungskosten in Höhe von EUR 10.400,-- ein der Realität nicht entsprechendes Bild gezeichnet werden soll, kann die Bundesspartenobfrau nicht nachvollziehen.

Fakt ist, „dass die Leistungen der Ausbildungsbetriebe nicht kleingeredet werden dürfen, sondern im Gegenteil: Die Ausbildungsbetriebe sollten stärker für ihre Leistungen an den Jugendlichen und der Gesellschaft anerkannt und unterstützt werden. Gerade im Gewerbe und Handwerk ermöglichen die Unternehmer und Unternehmerinnen den Jugendlichen durch ihr persönliches Engagement in der Ausbildung die beste Basis für eine berufliche Karriere!“, so Scheichelbauer-Schuster.

6-Punkte-Paket zielt auf einen umfassenden Bildungsbegriff

Der Mangel an Fachkräften ist groß, so fehlen heuer in Österreichs größter Arbeitgeber-Sparte rund 20.000 Fachkräfte, obwohl bereits ca. 14.000 Personen zusätzlich in Beschäftigung sind. Kritisch sei zu sehen, dass die Zahl der qualifizierten Lehrlinge stetig abnehme, Jugendliche oftmals später als früher in Ausbildung kommen, sprachliche und rechnerische Kenntnisse aber oftmals ungenügend seien.  Vor diesem Hintergrund wurde erst vor kurzem durch die Sparte ein 6-Punkte-Plan vorgelegt.

„Ohne Qualifizierung und Fortbildung wird es mit den Fachkräften von heute nicht mehr möglich sein die Produkte und Dienstleistungen von morgen anzubieten. Unser 6-Punkte-Paket zielt auf einen umfassenden Bildungsbegriff, der vom Erlangen einer Ausbildungsreife weg bis hin zu einer Aufwertung des Meisters Schule und Ausbildung stärker verzahnt und unseren Betrieben in der Ausbildung der Fachkräfte von morgen den Rücken stärkt. Dies ist eine wichtige bildungspolitische Herausforderung der kommenden Jahre“, so Scheichelbauer-Schuster abschließend.  (PWK860/US)

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