th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Scheichelbauer-Schuster zur Angleichung von Arbeitern und Angestellten: Weniger Flexibilität, höhere Kosten 

Gewerbe und Handwerk hauptbetroffen von der Verlängerung der Kündigungsfristen

Die Bundessparte Gewerbe und Handwerk sieht eine „deutliche Gefahr für die heimischen Arbeitsplätze“ durch die avisierte Angleichung von Arbeitern mit Angestellten. „Gewerbe und Handwerk ist der größte heimische Arbeitgeber, von 666.000 Beschäftigten sind 430.000 Arbeiter. Die Angleichung von Arbeitern und Angestellten ist eine wichtige, aber auch eine sehr komplexe Materie, die nicht durch eine Husch-Pfusch-Aktion gelöst werden, sondern sollte im Sinne einer gemeinsamen Zielsetzung der Sozialpartner erreicht werden“, betonte heute, Freitag, die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster. 

Sie verweist darauf, dass der Faktor Arbeit für die kleinen und mittleren Unternehmen bereits jetzt zu einer immensen Kostenbelastung führe. Die Verlängerung der Kündigungsfristen würde diese Belastung insbesondere für die heimischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe erhöhen – umso stärker, je flexibler auf die Gegebenheiten wie Witterung, Auftragsschwankungen usw. reagiert werden muss. Scheichelbauer-Schuster verweist dabei auf das Baugewerbe, das Baunebengewerbe und auf die Reinigungsbranche, wo kürzere Kündigungsfristen die notwendige Flexibilität für schwankende Auftragslagen schaffen. Eine Alternative wäre unweigerlich das Stammpersonal auf ein Minimum zu reduzieren, ein Effekt, der sicher nicht im Sinne der österreichischen Arbeiterinnen und Arbeiter liegt. Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, auch ein Teil des Pakets, würde auch zu Verteuerungen führen und wäre ein weiterer Kostentreiber.  

Lohnnebenkosten dürfen nicht davongaloppieren

„Uns dürfen die Lohnnebenkosten nicht davongaloppieren, denn hier sind unsere Unternehmen bereits massiv unter Druck“, so Scheichelbauer-Schuster. „Wir dürfen im Wettbewerb mit den osteuropäischen Anbietern, die gerade im Osten Österreichs massiv – mit tatsächlich oft ungleichen Rahmenbedingungen – hereinarbeiten und damit österreichische Betriebe unfair konkurrenzieren, nicht einen weiteren „Kostenrucksack“ von der Politik umgehängt bekommen. Das Gewerbe und Handwerk steht als größter Arbeitgeber in Österreich zu seinen österreichischen Arbeitern und Arbeiterinnen – diese Haltung sollte durch eine Husch-Pfusch-Aktion im Wahlkampf nicht gefährdet werden“, abschließend Scheichelbauer-Schuster. (PWK751/us)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Information und Consulting
Matthias Tschirf, Sektionschef Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, mit Fachverband UBIT Obmann Alfred Harl

Transparenz in den Aufsichtsräten stärkt Österreichs Wirtschaft

Eine transparente Besetzung von Aufsichtsratsgremien mit kompetenten Persönlichkeiten fördert der FV UBIT seit Jahren und setzt dazu zahlreiche Impulse mehr

  • Tourismus und Freizeitwirtschaft
Tourismus zu Jobgipfel: Bekämpfung des Fachkräftemangels ist Gebot der Stunde

Tourismus zu Jobgipfel: Bekämpfung des Fachkräftemangels ist Gebot der Stunde 

Nocker-Schwarzenbacher: Konkrete Maßnahmen bündeln und umfassendes Paket schnüren mehr