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"Keine dringend benötigte Entlastung von Sortieranlagen durch Pfand"

Beitrag zur Debatte um eine Pfand-Einführung von Hans Roth, Gründer und Aufsichtsrats-Vorsitzender der Saubermacher Dienstleistungs AG

Er könne die Warnung der ÖPG Pfandgesellschaft nicht ganz nachvollziehen, dass uns ohne Pfand ein Recyclingkollaps drohe, sagt Saubermacher-Aufsichtsratschef Hans Roth. Der zurückgehende Bedarf an Sekundärrohstoffen liege an der Regulierung und aktuellen Wirtschaftssituation. Künftig seien aber aufgrund des EU-Kreislaufwirtschaftsgesetzes Investitionen nötig - mit oder ohne Pfand.

Saubermacher-Gründer Hans Roth
© Michael Königshofer

Aktuell sind die Sortieranlagen in Österreich in der Lage, die Anforderungen an die Sortierung von Kunststoffverpackungen zu erfüllen. Die Verbringung von kleinen Verpackungsmengen ins Ausland liegt vor allem an Kostenvorteilen, welche sich die beauftragenden Systeme davon erwarten. Es gibt aber derzeit kein "Verstopfen" durch PET-Flaschen oder sonstige spezielle Herausforderungen.

Die meisten Sortieranlagen müssen aber – ob mit PET Pfand oder ohne – für die erhöhten Sortieranforderungen der neuen EU-Vorgaben neu errichtet oder maßgeblich adaptiert werden. Damit diese Investition, welche schon in Vorbereitung sind, getätigt werden können, muss das EU-Kreislaufwirtschaftsgesetz in nationales Gesetz umgesetzt sein. Das heißt, es muss geregelt sein, welche Sortierquoten nach welchem System (mit PET Pfand oder ohne, wie ist Gewerbeverpackung zu betrachten) in wessen Verantwortung fallen. Diese Gesetzesnovellen wären mit 1.7.2020 geplant gewesen und sind noch ausständig.

Die österreichische Abfallwirtschaft ist bereit zu investieren, es braucht aber die gesetzliche Grundlage dafür. Unabhängig, ob das PET-Pfand kommt oder nicht – die PET-Pfand-Flaschen müssen übrigens auch im Falle eines Pfandes in einer Anlage nachsortiert werden – gibt es hier eine Vorlaufzeit für die Anlagenerrichtung und deshalb brauchen wir hier bald eine Entscheidung!

Zur Person:

Hans Roth ist seit Februar 2012 Aufsichtsratsvorsitzender der Saubermacher Dienstleistungs AG, die er 1979 gemeinsam mit seiner Ehefrau Margret Roth (geb. Watzl) als Roth Umweltschutz GmbH gegründet hat. Bis Anfang 2012 stand er dem Unternehmen als Vorstand und Unternehmenssprecher vor.

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