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Roth: Vorläufige Anwendung von CETA ist eine gute Nachricht für Österreichs Wirtschaft 

98 Prozent der Zölle und unnötige Bürokratie entfallen – Chancen etwa für heimische Exporteure von Maschinen- und Metallwaren sowie Lebensmitteln

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„Das ist ein guter Tag für die europäische Handelspolitik und eine gute Nachricht für die österreichische Wirtschaft“, stellt Jürgen Roth, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zur am kommenden Donnerstag bevorstehenden vorläufigen Anwendung des europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen CETA fest. 

CETA wurde über Jahre hinweg verhandelt. Es sei ein „gut gemachtes und faires Handelsabkommen auf der Höhe der Zeit“, das die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im internationalen Handel verbessert und mehr Rechtssicherheit bringt, so Roth, der auch Mitglied im Vorstand des europäischen Handelsdachverbands EuroCommerce ist. „Europa steht für freien Handel und gegen Abschottung und Protektionismus und das ist zum Vorteil der europäischen und insbesondere auch der österreichischen Unternehmen und ihrer Beschäftigten!“ 

Vor allem KMU können profitieren

Vorteile können sich vor allem auch kleine und mittlere Unternehmen und Erstexporteure ausrechnen, da es für sie ungleich schwieriger ist als für einen großen Betrieb, mit hohen Zöllen und nicht-tarifären Handelshürden (wie z.B. komplizierten Zulassungsverfahren) zu Recht zu kommen. Mit dem vorläufigen Inkrafttreten werden 90 Prozent von CETA umgesetzt: 98 Prozent aller kanadischen Zölle entfallen, unnötige Bürokratie wird abgebaut – Stichwort nicht-tarifäre Handelshemmnisse wie doppelte Produktzertifizierungen etc. -, die Auftragsvergabe wird durch die öffentliche Hand geöffnet und die Zusammenarbeit der Europäer mit den kanadischen Behörden verbessert. Noch nicht umgesetzt werden etwa die Bereiche Investitionsschutz und Investitionsgerichtsbarkeit. Dafür ist eine Ratifizierung durch die Parlamente der EU-Mitgliedstaaten notwendig.

Deutliches Plus der Kanada-Exporte

„Vor allem österreichische Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Metallwaren aus der Gießereiindustrie sowie Betriebe aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie haben zu Recht große Erwartungen an CETA“, betont Roth. Österreichs Kanada-Exporte beliefen sich im ersten Halbjahr 2017 auf 520,6 Millionen Euro – das ist ein Plus von knapp 8 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode 2016. Weitere Informationen zu CETA und den Konsequenzen für die österreichischen Unternehmen gibt es auch online unter www.wko.at/ceta.

Diverse Studien und Untersuchungen belegen, dass die exportorientierte österreichische Wirtschaft überproportional von Handelsabkommen profitiert. Auch von CETA wird Österreich einen größeren Nutzen ziehen als andere EU-Partnerländer. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund unterstützt die Wirtschaftskammer das in Verhandlung stehende EU-Handelsabkommen mit Japan und den Abschluss weiterer derartiger Abkommen, wie sie die EU-Kommission zuletzt mit Australien und Neuseeland in Aussicht gestellt hat. (PWK716/SR)

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