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Rohstoffe: Rahmenbedingungen für Zukunft „Made in Europe“ schaffen 

EUMICON-Konferenz in Wien: Wertschöpfung der Rohstoffindustrie maßgeblich vom Wandel durch Digitalisierung, intelligente Materialien und Einsatz erneuerbarer Energie beeinflusst

Rohstoffe: Rahmenbedingungen für Zukunft „Made in Europe“ schaffen
© wkö

„Die Nachfrage und der Einsatz von Rohstoffen wird trotz Energiewende und Digitalisierung nicht abnehmen, im Gegenteil. Umso wichtiger ist es, wirtschaftliche Rahmenbedingen für eine Zukunft „Made in Europe“ zu schaffen. Nur durch gemeinsame Lösungsansätze auf europäischer Ebene wird es gelingen, die Industrie auch weiterhin als Garant für Wachstum und Beschäftigung in Europa zu halten“, betonte heute, Mittwoch, EUMICON Präsident Franz Friesenbichler, im Rahmen der zweitägigen Rohstoffkonferenz EUMICON 2018 in Wien. Zu begrüßen sei die von Bundesministerin Elisabeth Köstinger getroffene Ankündigung, Österreichs Rohstoffstrategie 2019 zu überarbeiten und die Einführung einer eigenen Behörde zur Überwachung von Konfliktrohstoffen zu avisieren.

Im Rahmen der EU-Konferenz, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit veranstaltet wird, wurde mit der EUMICON Raw Materials Charter 2018 ein grundlegendes Thesenpapier vorgestellt. Dieses baut auf einem vorangegangenen Dialog mit rund 700 Stakeholdern aus den unterschiedlichsten Bereichen auf und definiert 25 Thesen für eine Zukunft „Made in Europe“.

Ressourcenschonender Umgang mit vorhandenen Rohstoffen

Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger betonte insbesondere den Bedarf an einer nachhaltigen und innovativen Erzeugung der für den Industrieprozess benötigten Rohstoffe: „Ein ressourcenschonender Umgang mit den vorhandenen Rohstoffen ist ein Gebot der Stunde im Sinne des Klima- und Umweltschutzes. Gleichzeitig müssen wir die europäische Industrie wettbewerbsfähig halten. Die Initiative der EUMICON ist daher ein richtiger und wichtiger Schritt.“  

„Made in Europe“ darf nicht zu „Made in China“ werden

Roman Stiftner, Generalsekretär von EUMICON, wies darauf hin, dass die Wertschöpfung der Rohstoffindustrie und ihre nachgelagerten Branchen maßgeblich vom massiven Wandel durch Digitalisierung, intelligente Materialien und der Einsatz erneuerbarer Energie beeinflusst werde. Politische Rahmenbedingungen seien hier ein maßgeblicher Treiber und deren Ausgestaltung entscheide über die Zukunft der europäischen Rohstoffindustrie. „Made in Europe darf nicht zu Made in China werden. Im globalen Wettbewerb kann Europa nur mitspielen, wenn es die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellt. Die Gestaltung der Spielregeln ist hierfür maßgeblich entscheidend“, ergänzt Friesenbichler, der auf den folgenden politischen Diskussionsprozess im Rahmen der EUMICON Raw Materials Charter verweist der nun auf österreichischer und europäischer Ebene implementiert wird.

25 Ideen für eine Zukunft „Made in Europe“

In Vorbereitung der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2018 wurde von EUMICON ein europaweiter Stakeholder-Dialog ins Leben gerufen. Im Rahmen von Workshops und Meetings in Brüssel, Berlin, Sofia und Wien wurden die Herausforderungen und Chancen für den Mineral- Rohstoffsektor und die damit verbundenen Wertschöpfungsketten beleuchtet und diskutiert.

Insgesamt 778 Stakeholder in ganz Europa waren in diesen Prozess eingebunden, bei dem die Workshop- Teilnehmer insgesamt 115 Impulse für die Zukunft der Rohstoffwirtschaft und der Industrie in Europa eingebracht haben. Daraus wurden schließlich 25 Ideen entwickelt und in eine Charter gegossen.

Wertschöpfung für Standort Europa erhalten

Im Mittelpunkt steht eine zukunftsorientierte, nachhaltige Industriepolitik auf europäischer Ebene, auf der Basis von europäischen Leitwerten. „Nur auf diese Weise können der Standort Europa und damit die Wertschöpfung erhalten bleiben“, erläutert Stiftner die Leitgedanken. „Es dreht sich alles um die für Rohstoffindustrie wichtigsten Themenbereiche: Innovation & zukunftsweisende Technologien, Klima-, Energie- und Umweltpolitik, Arbeit und Ausbildung sowie Zugang zu Rohstoffen und eine faire Handelspolitik, sowohl international als auch im Binnenmarkt“ legt Stiftner den Fokus dar.

Die Basis dieser Charter bilden drei Kernwerte, die im Zuges dieses Dialogs als Herzstück für die Rohstoffwirtschaft in Europa herausgearbeitet wurden: Mut, Konsens und Nachhaltigkeit. „In einer Zeit der globalen Unsicherheiten steht uns ein europäisches Schlüsseljahr bevor“, so Franz Friesenbichler. Uns erwartet der Brexit, Europawahlen, eine neu besetzte Europäische Kommission. „In diesen Zeiten braucht es Kooperation und den Willen aller Stakeholder. Nur ein neues gemeinsames europäisches Mindset mit den definierten Leitwerten stellt sicher, dass Europa weiterhin ein Garant für Wachstum und Beschäftigung bleibt“, stellen Friesenbichler und Stiftner unisono abschließend fest. (PWK631/us)

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