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Rabmer-Koller: Richtige Rahmenbedingungen für KMU sind Investition in die Zukunft Europas 

Rabmer-Koller appelliert in Gesprächen mit Haushaltskommissar Oettinger und Parlaments-Binnenmarktvorsitzender Van Bossuyt, mehr für KMU zu tun

UEAPME-Präsidentin und WKÖ-Vizepräsidentin Rabmer-Koller und EU-Kommissar Öttinger
© WKÖ

„Der europäische Haushalt muss sich auf die Bereiche konzentrieren, in denen ein europäischer Mehrwert erzielt werden kann“, betonte Ulrike Rabmer-Koller, Vizepräsidentin der WKÖ und Präsidentin des Europäischen KMU-und Handwerksverbands UEAPME, bei ihrem Treffen mit EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger in Brüssel. „KMU brauchen maßgeschneiderte Programme für Investitionen in Innovation, insbesondere um sie bei der Nutzung neuer Technologien sowie der Digitalisierung zu unterstützen.“ KMU müssen offene Türen und unbürokratischeren Zugang beim EU-Programm Horizon Europe und Regionalfonds vorfinden. „Unsere KMU brauchen konkrete Lösungen, um den Fachkräftemangel zu beseitigen und besseren Zugang zu Finanzmitteln für Unternehmensgründungen und Innovationen zu erhalten“, so Rabmer-Koller.

Der Vorschlag, ein digitales Wissenszentrum einzurichten, war eines der Themen, die Rabmer-Koller mit der EU-Parlamentarierin Anneleen Van Bossuyt diskutierte. „Europas KMU sind eine sehr heterogene Gruppe, weshalb je nach Digitalisierungsgrad unterschiedliche Maßnahmen erforderlich sind. Der europäische KMU-Verband UEAPME empfiehlt daher die Einrichtung eines digitalen Wissenszentrums, das Experten für Digitalisierung, KMU-Organisationen und KMU zusammenbringt, um den Austausch über bewährte Verfahren, Unterstützungsprogramme und einschlägiges Know-how zu erleichtern.“ 

Fokus auf einfache Verbraucherschutzregelungen legen

Rabmer-Koller unterstrich außerdem die Notwendigkeit, bei den laufenden Verhandlungen zum New Deal for Consumers den Fokus auf einfache und verständliche Verbraucherschutzregelungen zu legen: „KMU ohne Rechtsabteilung laufen ansonsten Gefahr, bei kleinsten unbeabsichtigten Verstößen horrenden Strafen ausgesetzt zu sein. Dabei ist erwiesen, dass strenge Strafen keinen besseren Verbraucherschutz garantieren.“

Eine weitere Herausforderung für KMU sind Online-Plattformen: „Gerade KMU werden häufig mit unfairen Vertragsbedingungen konfrontiert, wenn sie ihre Produkte und Dienstleistungen über diese Plattformen anbieten. Hier müssen Fairness und Transparenz sichergestellt sein“, erklärte Rabmer-Koller. Der Vorschlag der Europäischen Kommission zu Online-Plattformen sei eine Formalisierung einer gemeinsamen, fairen und transparenten Geschäftspraxis und somit ein wichtiger Schritt zur Gewährleistung von Fairness im Digitalen Binnenmarkt. (PWK586/FA)

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