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Rabmer-Koller: Europäische KMU weiter auf Wachstumskurs 

UEAPME: KMU-Barometer auf höchstem Stand seit 2007 - um Momentum zu halten, sind weitere Anstrengungen notwendig 

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„Die Stimmung der europäischen KMU war – seit 2007 – nicht mehr derart positiv wie aktuell. Geschäftsaussichten und allgemeine Wirtschaftsaussichten zeigen kontinuierlich nach oben. Euphorie ist aber fehl am Platz, denn die Erholung ist trotz der guten Daten fragil, da sie sich noch nicht in vollem Umfang positiv auf die Investitionen oder die Arbeitslosigkeit auswirkt. Mit dem Brexit und dem sich verstärkenden Nord-Süd-Gefälle in der Wirtschaftsleistung in Europa bleiben Unsicherheiten bestehen“, betonte heute, Mittwoch, Ulrike Rabmer-Koller, UEAPME-Präsidentin und WKÖ-Vizepräsidentin, in Brüssel anlässlich der Präsentation des KMU-Barometers im Rahmen des europäischen Sozialpartnergipfels gegenüber EU-Kommissionspräsident Juncker und Ratspräsident Tusk. Hauptaufgabe der Politik der kommenden Monate müsse es sein, den Aufschwung zu verstärken und insbesondere weitere Investitionsanreize zu setzen. Gleichzeitig müsse dem Fachkräftemangel aktiv begegnet werden, damit die Betriebe auch in Zukunft auf das Know-how ihrer Mitarbeiter bauen können. 

Die Herbstausgabe des KMU-Barometers von UEAPME, der europäischen KMU-Vertretung, belegt die stark verbesserten Aussichten bei Europas Klein- und Mittelbetrieben. Insgesamt hat sich das Geschäftsklima der europäischen KMU um 4,4 Punkte auf 80,2 Punkte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 stark verbessert und übersteigt damit das Vorkrisenniveau. Diese guten Ergebnisse sind vor allem auf den Konsum zurückzuführen, zunehmend wird der Aufschwung auch auf eine breitere Basis durch anziehende Exporte und Investitionen gestellt. In eng mit Großbritannien verbundenen Volkswirtschaften wie Irland oder Dänemark sowie in Großbritannien selbst bleiben die Geschäftsaussichten weiter negativ, auch wenn sie sich zuletzt leicht verbessert haben. Hier wirken sich die Unsicherheiten bezüglich des Brexit negativ auf die Stimmung und Geschäftsaussichten aus. Obwohl sich das Geschäftsklima sowohl in Nord- als auch in Südeuropa verbessert hat, verfestigt sich das Nord-Süd-Gefälle. Südeuropäische KMUs sehen die Aussichten im Durchschnitt negativer als nord- oder zentraleuropäische Betriebe. Auf europäischer Ebene sieht der Bausektor und das verarbeitende Gewerbe die Zukunftsaussichten positiver als die Dienstleistungsbranchen. 

Sorge vor Fachkräftemangel besonders hoch

Ein Split zu Österreich zeigt sich, was die Zuversicht in Hinblick auf eine weitere positive Konjunkturentwicklung betrifft: Während auf EU-Ebene KMU zuversichtlicher als Großunternehmen sind, beurteilen in Österreich KMU die Lage leicht negativer als Großunternehmen. Besonders ausgeprägt ist die Sorge um qualifiziertes Personal. 71 Prozent der befragten österreichischen KMUs nennen den Fachkräftemangel als zunehmendes Risiko für den Geschäftserfolg. Auch wenn die Ausbildungsleistung der heimischen KMU wieder anzieht, zeigt sich, dass die Betriebe oftmals vor der Herausforderung stehen, qualifizierte Schulabgänger für die weitere Ausbildung im Betrieb zu finden. 

Die Auswertung für Österreich zeigt aber auch: Nur 30 Prozent der KMU geben Neuinvestitionen als Hauptmotiv für geplante Investitionen an. Insofern sind weitere Investitionsanreize notwendig, besonders um die großen Herausforderungen der Zukunft wie Innovation und Digitalisierung zu bewältigen. Vor diesem Hintergrund betont Rabmer-Koller: „Dieser Befund verlangt nach einer Fachkräfteoffensive für Österreich, um Unternehmen bei der Deckung ihres individuellen Fachkräftebedarfs zu unterstützen. Wir brauchen aber auch den Abbau bestehender Investitionshürden. In Österreich – wie in Europa – gilt es, beim Bürokratieabbau an einem Strang zu ziehen. Was den Fachkräftebedarf betrifft, sollten europäische Maßnahmen für die berufliche Aus- und Weiterbildung forciert werden – insbesondere im Hinblick auf die Stärkung digitaler Kompetenzen. Eine Kombination aus diesen Maßnahmen stärkt KMU und schafft für alle Unternehmen positive Rahmenbedingungen, um weiter am Aufschwung zu partizipieren.“ (PWK809/US)

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