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Rabmer-Koller: Brexit-Verhandler müssen Schaden für KMU minimieren 

UEAPME-Präsidentin und WKÖ-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller fordert Verhandlungsführer auf, „Think Small First“-Ansatz anzuwenden

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„Natürlich akzeptieren wir die Entscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen. Um die negativen Auswirkungen auf die europäische und österreichische Wirtschaft, das Wachstum, die Schaffung von Arbeitsplätzen und den Wohlstand zu minimieren, fordert die UEAPME einen verantwortungsvollen Ansatz für KMU“, kommentierte Ulrike Rabmer-Koller, Präsidentin des Europäischen KMU- und Handwerksverbandes UEAPME und Vizepräsidentin der WKÖ, die heutige Notifizierung des Brexit durch die britische Regierung. „Die Verhandlungsführer müssen so früh wie möglich Klarheit über die künftigen Beziehungen zwischen der EU27 und Großbritannien schaffen. Bereits im Laufe des vergangenen Jahres ist das Vertrauen der KMU in die wirtschaftliche Lage in Großbritannien und seine wichtigsten Handelspartner gesunken. Die Unternehmen in diesen Ländern investieren nicht mehr, wie es das neueste UEAPME-KMU-Barometer zeigt“, so Rabmer-Koller. „Beide Seiten müssen diese Unsicherheitsphase schnellstmöglich beenden und jede unnötige Belastung für KMU und ihre Mitarbeiter vermeiden.“

Praktische Lösungen für Unternehmen finden

Die EU27 und das Vereinigte Königreich müssen so rasch wie möglich vorbereitende Gespräche über ein Freihandelsabkommen beginnen: „Wir haben genug politisch taktiert und diskutiert. Wir müssen nun praktische Lösungen für unsere Unternehmen finden, und neue Hürden durch neue Grenzen so gut es geht vermeiden“, betont Rabmer-Koller. „Unsere KMU werden am meisten unter neuen Belastungen leiden. Die Verhandlungen müssen unter dem „Think Small First“ Ansatz geführt werden. Zollinspektionen auf Firmenstandorten oder Vorzertifizierungen für die Einhaltung von Vorschriften helfen Großunternehmen, aber nicht KMU.“ Stattdessen brauchen KMU effiziente E-Governance-Anwendungen mit leicht zugänglichen mehrsprachigen Internetportalen und Unterstützungsstrukturen, die auch von KMU-Organisationen bereitgestellt werden könnten. Darüber hinaus ist es für KMU von größter Bedeutung, dass der Dienstleistungssektor offen bleibt und zu fairen Bedingungen für alle Beteiligten zur Verfügung steht. Um bestmögliche Lösungen für die Praxis zu finden, fordert Rabmer-Koller, dass während des Verhandlungsprozesses KMU-Organisationen als relevante Stakeholder regelmäßig auf nationaler und EU-Ebene konsultiert werden.

Abschließend hebt Rabmer-Koller hervor, dass die britische Notifizierung auch zum Anlass genommen werden muss, die in Europa nötigten Reformen für ein geschäftsfreundlicheres und weniger bürokratisches Umfeld zu beschleunigen. (PWK271/FA)

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