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Rabmer-Koller: Bessere Garantiemöglichkeiten helfen KMU bei Finanzierungsproblemen 

Europäische Verbände UEAPME und AECM stellen gemeinsames Positionspapier mit Forderungen zu Garantieinstrumenten vor

Ulrike Rabmer-Koller mit Bernhard Sagmeister
© UEAPME/dgrohmann Ulrike Rabmer-Koller mit Bernhard Sagmeister

„Der Zugang zu Finanzmitteln bleibt eine der großen Herausforderungen für kleinere und mittlere Unternehmen. Ursache ist oftmals ein Mangel an Sicherheiten“, betonte UEAPME-Präsidentin und WKÖ-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller heute, Donnerstag, in Brüssel. Anlässlich der anstehenden Halbzeitüberprüfung des COSME-Programms für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und des Innovationsförderprogramms InnovFin haben der Europäische KMU-und Handwerksverband UEAPME und AECM, der Dachverband der Garantieinstitutionen in Europa, heute ein gemeinsames Positionspapier zu Garantieinstrumenten präsentiert. 

Nationale Garantiebanken schaffen zusätzlichen Mehrwert

Die Bürgschaftsinstitutionen sind bereit, Garantien für wirtschaftlich tragfähige Projekte zu geben. Die Europäische Union unterstützt Garantien in Form von Gegenbürgschaften z.B. im Rahmen von COSME und InnovFin oder des Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI). UEAPME und AECM unterstützen dementsprechend voll und ganz die Verlängerung und Ausweitung des EFSI. „Nationale Garantiebanken haben eine große Marktabdeckung bei der relevanten Zielgruppe der Start-ups und innovations- und wachstumsorientierten Unternehmen, sie sind direkt am Kunden und kennen die lokalen Marktgegebenheit und das lokale Finanzierungsumfeld. Nationale Garantiebanken schaffen zusätzlichen Mehrwert, indem sie Beratungs- und Netzwerkservices bieten,“ ergänzt der Präsident des AECM, Bernhard Sagmeister.

Stärkere Anerkennung der Bedeutung von Garantieinstitutionen

Die Hauptforderung von UEAPME und AECM ist, dass in den Regelwerken zu den Finanzinstrumenten die Bedeutung der Garantieinstitutionen stärker anerkannt wird. „Eine Rückgarantie hat positive Auswirkungen auf Innovation, Wachstum und Beschäftigung, da eine größere Zahl an Unternehmen erreicht werden kann als bei einer Direktgarantie“, so Rabmer-Koller. Darüber hinaus hat die Einbindung von Garantieinstituten positive Effekte bei der Nutzung öffentlicher Gelder. Dies steht auch im Einklang mit den Ergebnissen einer Studie der KPMG Rom über die Bedeutung der Finanzintermediäre bei der Finanzierung von KMU und die Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen bei Direktgarantien und Gegengarantien (2017).

Eine weitere Kernanforderung von UEAPME und AECM sind ausreichende finanzielle Ressourcen für COSME und InnovFin. Bis Ende 2020 rechnet der Garantiebereich mit einer Nachfrage nur für COSME alleine von mindestens 6 Milliarden Euro. Im Vergleich zur ursprünglichen Finanzierung, die für COSME vorgesehen ist, wurden die Finanzmittel auch dank der Finanzierung durch EFSI-Mittel mehr als verdoppelt. (PWK061/FA)

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