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Rabmer-Koller bei EU-Sozialpartnergipfel mit Juncker und Tusk: Brauchen überzeugende KMU-Politik für Wachstum, Beschäftigung und Stabilität 

Um mehr Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen, benötigen Europas KMU bessere Rahmenbedingungen und einen reibungslos funktionierenden Binnenmarkt

Ulrike Rabmer-Koller und Jean-Claude Juncker beim EU-Sozialpartnergipfel in Brüssel
Ulrike Rabmer-Koller und Jean-Claude Juncker beim EU-Sozialpartnergipfel in Brüssel

Ulrike Rabmer-Koller, Präsidentin des Europäischen KMU- und Handwerksverbands UEAPME und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), hat beim Treffen der europäischen Sozialpartnerpräsidenten mit EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (Tripartiter Sozialgipfel) heute, Mittwoch, in Brüssel die Prioritäten der UEAPME für die Zukunft Europas präsentiert. Um das Vertrauen der KMU in das europäische Projekt zu stärken, hat UEAPME mit seinen Mitgliedern ein KMU-Szenario entwickelt, das als Leitfaden für eine zukunftsorientierte KMU-Politik dienen soll. 

„Europas KMU erwarten Fortschritte in drei Bereichen: Bessere Bedingungen für Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen, einen reibungslos funktionierenden Binnenmarkt sowie ein stabiles politisches und gesellschaftliches Umfeld“, kommentierte Ulrike Rabmer-Koller. „Das Europa der Zukunft muss die EU wettbewerbsfähiger und attraktiver für private Investitionen machen, eine faire Verteilung der positiven Auswirkungen der Globalisierung und der technologischen Entwicklungen gewährleisten sowie den Binnenmarkt fördern.“ Weiters müssen die Stabilität des Euroraums verbessert und die Interessen der KMU im EU-Budget verstärkt berücksichtigt werden. 

Oberste Priorität: Mehr Wettbewerbsfähigkeit

Im Hinblick auf die soziale Dimension und die Säule der sozialen Rechte haben mehr Wettbewerbsfähigkeit und gut funktionierende Arbeitsmärkte oberste Priorität. Der Anstieg der Selbständigkeit, die veränderten Erwartungen junger Menschen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sollten nicht als negativer Trend, sondern als Chance gesehen werden, betont Ulrike Rabmer-Koller: Sie forderte die Mitgliedstaaten auf, mit den Sozialpartnern zu beurteilen, ob die Sozialschutzsysteme noch angemessen sind und neue Entwicklungen ausreichend berücksichtigt werden. „Wir dürfen auch dabei nicht vergessen, dass Ein-Personen Unternehmen auch Unternehmen sind.“ 

Zur Zukunft der sozialen Dimension Europas erklärte Rabmer-Koller: „Die UEAPME ist der Auffassung, dass eine stärkere Zusammenarbeit auf Bereiche beschränkt werden sollte, in denen ein echter europäischer Mehrwert besteht. Einseitige Maßnahmen wirken sich negativ auf den Binnenmarkt und die notwendige Konvergenz aus.“ (PWK812/FA)

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