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Private Gesundheitsbetriebe wehren sich gegen das Übergehen ihrer Pflegekräfte beim Corona-Pflegebonus

"Warum sind manche Pflegekräfte weniger wert?“ - Corona-Pandemie bedeutet Mehrbelastungen für alle Pflegekräfte

WKÖ
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Der Fachverband der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) übt scharfe Kritik an der Ungleichbehandlung der MitarbeiterInnen privater Gesundheitsbetriebe beim Corona-Pflegebonus. Die Betreiber der privaten Gesundheitsbetriebe begrüßen diesen Bonus ausdrücklich, wollen es aber nicht hinnehmen, dass die in ihren Häusern tätigen MitarbeiterInnen nicht in dessen Genuss kommen, obwohl sie ihre Pflegetätigkeit ebenso unter erschwerten Pandemiebedingungen erbracht haben, wie Beschäftigte in öffentlichen Einrichtungen.  

MitarbeiterInnen, die im letzten Jahr in Österreich in Spitälern und Pflegeeinrichtungen tätig waren, wurden durch die Corona-Pandemie hart gefordert. Um ihre Leistungen und den großen Einsatz zu honorieren, soll ÄrztInnen sowie Pflegekräften ein steuerfreier Bonus von 500 Euro bezahlt werden. Allerdings gilt die Aktion nicht für alle: Jene Beschäftigte, die in Einrichtungen mit privaten Trägern tätig waren, werden vom Bonus ausgeklammert.   

"Wir verstehen nicht, warum manche Pflegekräfte auf diese Weise anders behandelt werden“, kritisiert Fachverbandsobmann Hadschieff, "sachlich ist der Ausschluss vom Pflegebonus nicht zu rechtfertigen. Das Coronavirus unterscheidet nicht zwischen privat und öffentlich.“ Tatsächlich war in den Krankenhäusern wie auch in den Rehabilitationseinrichtungen die zusätzliche Belastung während der Pandemie hoch. Einige der Reha-Kliniken mit privaten Trägern haben ihren Betrieb längere Zeit ausschließlich auf die Betreuung von COVID-PatientInnen sowie auf die Rehabilitation von genesenen COVID PatientInnen eingerichtet. Viele behandeln nun Long-COVID-Patienten mit psychischen Belastungen nach einer COVID-Erkrankung.  

In den Reha-Betrieben wie auch in den privaten Spitälern waren Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte seit Beginn der Pandemie erhöhter Belastung und zudem einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Die privaten Spitäler haben in einigen Bundesländern die öffentlichen Krankenhäuser massiv entlastet, indem akute Behandlungen übernommen wurden, die dort aus Kapazitätsgründen nicht durchgeführt werden konnten. ÄrztInnen und Pflegekräfte haben sich auf diese Weise als Stützen des österreichischen Gesundheitssystems bewiesen und wesentlich dafür gesorgt, dass auch auf dem Höhepunkt der Pandemie eine vollständige Gesundheitsversorgung aufrechterhalten werden konnte. Dass diese Leistung nun von der Republik unbedankt bleiben soll, ist für die Betreiber der privaten Gesundheitseinrichtungen unverständlich.  

Hadschieff: "Wir wollen im Namen der MitarbeiterInnen der von uns vertretenen Einrichtungen mit allem Nachdruck einfordern, dass auch die Leistungen dieser hochqualifizierten Kräfte im Rahmen des staatlichen Bonus anerkannt und honoriert werden.“ (PWK 277/ES)

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