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Mit dem „Poly“ zur echten Ausbildungsreife

Die Reform der 9. Schulstufe

Grundproblematik

  • Die Polytechnische Schule (PTS) ist die schulrechtlich vorgesehene Zubringerschule für unsere Lehrlingsausbildung
  • aber gerade einmal ein Drittel der Lehrlinge kommen aus diesem Schultyp
    • fehlende berufliche Orientierung und unrealistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten
    • eine als gering wahrgenommenen Attraktivität der PTS
  • stattdessen werden überwiegend Alternativen gewählt
  • teilweise große Bildungslücken und fehlende soziale Kompetenzen beim Eintritt in die Berufswelt

Zielsetzung

  • Sicherstellung von ausreichend sozialen und fachlichen Grundkompetenzen, damit Jugendliche tatsächlich „ausbildungsreif“ sind
  • Alleinstellungsmerkmal PTS: Absolventen der PTS werden mit zusätzlichen Qualifikationen versehen (im Vergleich zu allen anderen Schultypen)
  • Schülerströme werden besser kanalisiert, um öffentliche Ressourcen zu schonen und Frustrationserlebnisse bei Jugendlichen zu minimieren
  • Aber: Konzept zur „Ausbildungsreife“ soll an einer wesentlichen „Stellschraube des Systems“ drehen – kein Anspruch auf „Allheilmittel“.


WAS HEISST „AUSBILDUNGSREIFE“?

Ein Jugendlicher gilt als ausbildungsreif für die Lehre, wenn er:

 

am Ende der 4. Klasse/8. Schulstufe (NMS/AHS) nachweist:

  • Kompetenzen in Lesen, Schreiben und Rechnen (Bildungsstandards)
  • Berufsorientierung und Talentecheck bzw. Potenzialanalyse


und zusätzlich am Ende der Polytechnischen Schule (PTS) 

  • persönliche und soziale Kompetenz
  • freundliches Auftreten, Bewerbungsgespräch etc.
  • Kommunikationswissen, z. B. für Umgang mit Kunden
  • digitale und technische Kompetenzen
  • Erwerb weiterer Kompetenzen u.a. durch eigenverantwortliches Sammeln eines eigenen Qualifikationsportfolios, stärkere Praxismöglichkeiten, Mentoringprogramme

 

Dieser Nachweis erfolgt formal durch ein Ausbildungsreife-Zertifikat, das nur von den PTS ausgestellt werden kann.


Warum ist "Ausbildungsreife" wichtig für Unternehmen?

Durch die Ausbildungsreife bekommen Unternehmen qualifizierte, berufsorientierte und motivierte Jugendliche als Lehrlinge in den Betrieb. Das Ausbildungsreife-Zertifikat bringt den Unternehmen konkret:

  • Lehrlinge mit Kompetenzen in Lesen, Schreiben, Rechnen
    • Nachschulung durch Betriebe sind nicht mehr notwendig
  • Lehrlinge, die nach intensiver Berufsorientierung die für sie richtige Berufsausbildung beginnen
  • mehr Möglichkeiten, sich als Ausbildungsbetrieb in PTS zu präsentieren
  • mehr Möglichkeiten, PTS-Schüler als potenzielle Lehrlinge kennenzulernen

 

Vorteile eines Absolventen mit Ausbildungsreife-Zertifikat

  • Berufsorientierung und Talentecheck helfen dem Jugendlichen, den für ihn exakt passenden Lehrberuf auszuwählen.
  • Lehrbewerber mit Ausbildungsreife-Zertifikat sind im Vergleich zu Schulabbrechern aus der Oberstufe motivierter, denn sie starten ohne Misserfolgserlebnis in eine bewusst gewählte Berufskarriere.
  • Die Vorqualifikation in der PTS bringt den Jugendlichen einen Kompetenzvorsprung gegenüber Gleichaltrigen (HTL, HAK, HASCH etc.) v. a. bei der praktischen Vorbereitung auf das Berufsleben, wie z. B.: freundliches Auftreten, Umgang mit Kollegen und Kunden, Abläufe im Betrieb.


Stufen der Ausbildungsreife

Grafik: Stufen der Ausbildungsreife


Mit dem "Poly" zur echten Ausbildungsreife - Lösungsvorschläge zur 9. Schulstufe

Argumentarium zur Reform der 9. Schulstufe

Argumentarium - Kurzversion


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