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Plus 3 %: Einigung bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen der Metalltechnischen Industrie 

Arbeitgeber sehen Abschluss zwiespältig: Anerkennung für die Beschäftigten, aber kein Erfolg für die Sozialpartnerschaft auf KV-Ebene

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Die sechste Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Metalltechnischen Industrie brachte eine Einigung:

  • Für die über 130.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Metalltechnischen Industrie bedeutet der Abschluss mit Geltung per 1.11.2017 eine Erhöhung der KV-Entgelte (Löhne und Gehälter) und der IST-Entgelte um 3 %.
  • Zulagen und Lehrlingsentschädigungen werden ebenso mit 3 % erhöht, die Aufwandsentschädigungen mit 1,9 %.
  • Verbesserung bei Arbeitszeitflexibilisierung: Außerdem vereinbart wurden administrative Erleichterungen bei der Sonn- und Feiertagsarbeit sowie eine Verlängerung des bestehenden Zeitkontenmodels um zwei weitere Jahre.


Faire Lösung für die Beschäftigten, KV-Partnerschaft angeschlagen

Der Fachverband sieht das Ergebnis, vor allem hinsichtlich der Verhandlungsführung der Gewerkschaften, kritisch. Obmann Christian Knill: „Wir sehen diese Einigung zwiespältig und desillusioniert. Zum einen konnten wir eine faire Anerkennung für unsere Beschäftigten finden. Die Lohn- und Gehaltserhöhungen sind ordentlich und bringen einen deutlichen Reallohngewinn für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch bei der Flexibilisierung konnten wir Fortschritte erzielen. Zum anderen aber hat die Verhandlungsführung der Gewerkschaften die KV-Partnerschaft an den Rand des Scheiterns gebracht. So gesehen, ist das kein Ruhmesblatt.“ Knill verweist auf die rüde Tonalität in der Kommunikation, die öffentliche Kampagne zu den Forderungen anstatt von Beginn an sachlich zu verhandeln, bis hin zu nächtlichen Schmieraktionen an Wirtschaftskammer-Gebäuden in ganz Österreich.

„Diese Vorgangsweise war einzigartig in den letzten Jahren. Das dürfte wohl am politischen Umfeld liegen, der Partnerschaft auf Kollektivvertragsebene wurde damit aber kein guter Dienst geleistet. Dazu kommt noch die Verweigerung der Gewerkschaften bei der Arbeitszeitflexibilisierung im Sommer und das Thema Arbeiter/Angestellte, das die Gewerkschaften an uns vorbei umgesetzt haben. Das Jahr 2017 ist so gesehen kein Erfolg für die Sozialpartnerschaft. Wir werden diese Art der Verhandlungen jedenfalls nicht mehr führen und einen Neustart anstreben. Dazu werden wir in den nächsten Monaten konkrete Vorschläge vorlegen“, so Knill abschließend.

Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2016 einen Produktionswert von 35,5 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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