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Pensionskassen: Veranlagung in schwierigem Umfeld 

Die Veranlagung der österreichischen Pensionskassen hat sich im 3. Quartal 2018 durch aktives Veranlagungsmanagement in Relation besser entwickelt als die Kapitalmärkte

© wkö

Das Zwischenergebnis der Performance der Pensionskassen zum Ende des 3. Quartals liegt bei minus 0,91 Prozent. Das zeigt eine positive Entwicklung seit dem 2. Quartal (minus 1,2 Prozent) trotz ungünstiger Rahmenbedingungen. Es liegt damit auch deutlich besser als beispielsweise die Kapitalmarktentwicklung bei Europäischen Staatsanleihen mit minus 1,4 Prozent. Allerdings sind die ersten Vorzeichen im 4. Quartal nochmals sehr herausfordernd. 

Vor allem die Handelskonflikte zwischen USA und China und die gegenseitige Einführung von hohen Zöllen belasten die Kapitalmärkte. Zudem steigen in den USA die Zinsen und der Dollar-Kurs, was die Anleihen stark unter Druck gebracht hat. In weiterer Folge geraten die Emerging Markets wie beispielsweise Türkei und Argentinien unter Druck, weil diese oft stark in Dollar verschuldet sind und damit deren Schulden steigen und die Zinszahlungen ansteigen. Auch der Ausgang der Verhandlungen zum Brexit ist nach wie vor offen und trägt zur Unsicherheit bei. 

Pensionskassen betreiben aktives Veranlagungsmanagement

Die österreichischen Pensionskassen betreiben ein aktives Veranlagungsmanagement. Sie haben weiter umgeschichtet und beispielsweise in nordamerikanische Aktien investiert, die sich sehr positiv entwickeln. Dadurch konnten Negativeffekte auf den Kapitalmärkten teilweise kompensiert werden. 

Wesentlich für die Höhe der Betriebspensionen ist aber immer die langfristige Performance: „Zum Aufbau einer Betriebspension über Jahrzehnte zählen ausschließlich die langfristigen Erträge“, betont Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), „und dieses langjährige durchschnittliche Jahresergebnis der Pensionskassen über 27 Jahre liegt bei plus 5,55 Prozent pro Jahr. Auch der durchschnittliche Erfolg der letzten 5 Jahre - erwirtschaftet in der Niedrigzinsphase - beträgt plus 5,13 Prozent pro Jahr.“ 

Pensionskassen haben Reserven gebildet 

Aufgrund der guten Veranlagungsergebnisse der letzten Jahre haben die Pensionskassen auch Reserven gebildet. Diese „Schwankungsrückstellungen“ bewirken, dass sich Schwankungen auf den Kapitalmärkten nicht ungebremst auf die Pensionshöhe auswirken. Eine Schwankungsrückstellung ist mit dem Reservekanister eines Autos vergleichbar: In Jahren mit hohen Erträgen wird der Kanister aufgefüllt, um in Jahren mit geringeren Erträgen eine Reserve verfügbar zu haben.  

Der größte private Pensionszahler Österreichs

Pensionskassen veranlagen sehr langfristig. In Österreich verwalten neun Pensionskassen aktuell insgesamt ein Vermögen von über 22,6 Milliarden Euro. Damit sind die Pensionskassen der größte private Pensionszahler Österreichs. 

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