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Pensionskassen veranlagen bereits 61,5 Prozent des Gesamtvolumens nachhaltig

Vorreiter in nachhaltiger Veranlagung interpretieren Aussage der FMA in Bezug auf Klimarisiko

Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der österreichischen Pensionskassen
© WKÖ Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der österreichischen Pensionskassen

In ihrem aktuellen "FMA Bericht 2020 zur Lage der österreichischen Pensionskassen" geht die Finanzmarktaufsicht (FMA) auf den erstmals durchgeführten Stresstest zum Management der Nachhaltigkeitsrisiken ein. Dabei wird die Aussage getätigt, dass aus Sicht der FMA "ein Drittel der Vermögenswerte der heimischen Pensionskassen in klimarelevanten Veranlagungen steckt". Schlussfolgerung der FMA: Pensionskassen seien einem nicht zu unterschätzenden Klimarisiko ausgesetzt. 

"Pensionskassen, Unternehmen, Bevölkerung – wir alle sind einem nicht zu unterschätzenden Klimarisiko ausgesetzt. Das allein sagt aber über eine Branche wie die heimischen Pensionskassen und ihr vorbildliches Engagement in Sachen Nachhaltigkeit noch reichlich wenig aus", erklärt Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Im Sinne eines positiven Ansatzes muss man hervorheben: die österreichischen Pensionskassen veranlagten bereits per 31.12.2019 mehr als 15 Milliarden Euro nachhaltig – nach den anerkannten Standards der Pinciples for Responsible Investment der Vereinten Nationen. Das sind rund 61,5 Prozent des Gesamtvolumens", betont Zakostelsky.  

PACTA-Tool erfasst wichtige Teile der Assets gar nicht  

Der Klimaverträglichkeitstest der FMA mittels des sogenannten PACTA-Tools ("Paris Agreement Capital Transition Assessment") deckt zudem nur einen Teil der Assets ab. "Der Ansatz eines Klimaverträglichkeitstests ist prinzipiell zu begrüßen. Aber das PACTA-Tool ist ein Theoriemodell eines externen Anbieters, das sehr statisch ist und dessen Auswertungen nur mit Vorsicht zu genießen sind. Wesentliche Teile der Vermögenswerte sind bei dieser Auswertung noch gar nicht erfasst worden", erklärt Andreas Zakostelsky. "Die heimischen Pensionskassen sind mit der von ihnen sehr geschätzten Finanzmarktaufsicht einer Meinung, dass die Zukunft eine Verstärkung der nachhaltigen Veranlagung beinhalten muss", betont Zakostelsky. 

Pensionskassen seit Jahren am Weg der Nachhaltigkeit 

Aus der durch ihre Kunden übertragenen Verantwortung für die Veranlagung von rund 25 Milliarden Euro an Veranlagungskapital, beschäftigen sich die heimischen Pensionskassen seit Jahren intensiv mit dem Klimaschutz. Schließlich sind die Pensionskassen vom Gesetz her in erster Linie ihren Berechtigten verpflichtet. Zudem hat der Fachverband der Pensionskassen vor einem Jahr eine ständige Arbeitsgruppe zum Thema Nachhaltigkeit eingerichtet. Wichtig ist, dass nicht ein Wert zu einem bestimmten Stichtag relevant ist, sondern ein Weg zu noch mehr Nachhaltigkeit eingeschlagen wird. Die österreichischen Pensionskassen zählen zu den frühen und wichtigen Wegbereitern des Übergangs (Transition) zu einer CO2-neutralen Gesellschaft, weil sie immer stärker in Unternehmen investieren, die sich das Ziel gesetzt haben, nachhaltiger zu werden.

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