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Pensionskassen präsentieren Quartalsergebnis

Obmann Zakostelsky: Zwischenergebnis, das jedoch noch keine Prognose für das Gesamtjahr zulässt - Aufschwung des Vorjahres vor allem durch den Ukrainekrieg massiv gebremst

Älteres Paar sitzt gemütlich am See
© Adobe | Kaesler Media

Der Krieg in der Ukraine zeigt deutliche Auswirkungen auf die Börsenkurse und so auch auf das Anlageergebnis der österreichischen Pensionskassen im ersten Quartal 2022. Durch die weltpolitisch unsichere Lage, gekoppelt mit der aktuell hohen Inflation, melden die Pensionskassen ein Ergebnis von minus 3,77 Prozent. "Der Aufschwung des Vorjahres wurde vor allem durch den Krieg in der Ukraine massiv gebremst. Von Seiten unserer Veranlagungs-Bereiche waren wir zwar auf mögliche Krisen vorbereitet, ganz abfedern können wir solche Verwerfungen allerdings kurzfristig auch nicht. Allerdings ist mir wichtig zu betonen, dass dieses Zwischenergebnis noch keine Prognose für das Jahresergebnis zulässt", analysiert Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensions- und Vorsorgekassen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Schwankungsrückstellungen aus den guten Veranlagungsergebnissen der vergangenen Jahre

Die Pensionskassen sind mit kurzfristigen, krisenbedingten Schwankungen vertraut: 2020 konnte nach einem ähnlich negativen Ergebnis im ersten Quartal, durch den Ausbruch der Corona-Krise, ein positives Jahresergebnis erzielt werden. Zakostelsky hofft auf eine ähnliche Entwicklung im Jahr 2022. "Da wir erst am Anfang des Jahres stehen, besteht auf jeden Fall noch das Potenzial aufzuholen", so Andreas Zakostelsky.

Zudem bilden die Pensionskassen in guten Anlagejahren Rücklagen, mit denen negative Ergebnisse abgefedert werden. Diese so genannten Schwankungsrückstellungen sollen von Zeit zu Zeit auftretende Schwankungen auf den internationalen Finanzmärkten ausgleichen. Eine Schwankungsrückstellung ist mit dem Reservekanister eines Autos vergleichbar: In Jahren mit hohen Erträgen wird der Kanister aufgefüllt, um später in Jahren mit geringeren Erträgen eine Reserve verfügbar zu haben, um negative Entwicklungen in der Veranlagung ausgleichen zu können.

Langfristiger Durchschnitt bei 5,37 Prozent

Die Langfristperspektive der heimischen Pensionskassen hingegen zeigt einen stark positiven Trend: So liegt der langfristige Durchschnitt der Performance der Pensionskassen über 30 Jahre bei 5,37 Prozent. Damit befinden sich die Pensionskassen deutlich über den Ergebnissen von vergleichbaren Anlageformen. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 lagen die Pensionskassen mit 7,62 Prozent sogar noch höher. Damit wird nicht nur den Anspruchsberechtigten eine solide Zusatzpension gesichert, sondern die Pensionskassen wirken als langfristiger Investor auch stabilisierend auf die Märkte. "Das System der Pensions- und Vorsorgekassen bewährt sich über Krisenzeiten hinweg, wie der langjährige Schnitt zeigt", so Zakostelsky abschließend.

Über den Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen

Der Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen ist die gesetzliche Vertretung aller Pensionskassen und Betrieblichen Vorsorgekassen. Er ist Teil der Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich.  

Bei Pensionskassen zahlen Arbeitgeber aufgrund eines freiwillig abgeschlossenen Pensionskassenvertrages monatlich Beiträge für ihre Arbeitnehmer ein, diese können zusätzlich ebenfalls in die Pensionskasse einzahlen. Die Beiträge werden veranlagt und ab Pensionsantritt als lebenslange Zusatzpension ausbezahlt. Die Betrieblichen Vorsorgekassen sind das einzige flächendeckende System kapitalgedeckter Vorsorge, da 1,53% der Bruttolohnsumme monatlich vom Arbeitgeber einbezahlt werden (Abfertigung neu) und somit eine wichtige Säule als Ergänzung zur staatlichen Pension bilden.

Derzeit sind fünf überbetriebliche und drei betriebliche Pensionskassen sowie acht Betriebliche Vorsorgekassen Mitglied im Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen.

Insgesamt vertritt der Verband über 4 Millionen Anwartschafts- und Leistungsberechtigte und veranlagen die Pensions- und Vorsorgekassen über 43 Milliarden Euro – sie sind die größten privaten Pensionszahler in Österreich.


(PWK158/JHR)

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