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Pensions- und Vorsorgekassen präsentieren Jahresbilanz 2022

Nach dem erfolgreichem Jahr 2021 bilanzieren die heimischen Pensions- und Vorsorgekassen aufgrund eines schwierigen Jahres 2022 mit einem Minus

Detailansicht Euromünzen und -scheine, Kugelschreiber und Ausschnitt eines Taschenrechners auf Satistikausdruck liegend
© Zerbor | stock.adobe.com

Die Krisensituationen im Jahr 2022 wirkten sich weltweit auf die Finanzmärkte aus. Die Covid-19-Pandemie, der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, die Energiekrise, Lieferkettenprobleme und die höchste Inflation seit 1974 sowie eine daraus resultierende Verunsicherung der Konsumentinnen und Konsumenten trübten die Wirtschaftsaussichten. Zudem sorgte die Erhöhung der Leitzinsen zur Bekämpfung der Inflation für massive Kurskorrekturen bei den Staatsanleihen.  

Renommierte Indizes wie der MSCI World (-20,8 Prozent), EURO STOXX 50 (-11,7 Prozent) sowie der ATX (-19 Prozent) bzw. der DAX (-12,35 Prozent) schlossen das Jahr negativ ab. Der Wert von österreichischen Staatsanleihen sank im vergangenen Jahr um -21,3 Prozent, der von deutschen Staatsanleihen um –17,8 Prozent. Im Vergleich performten die österreichischen Pensionskassen durch ihr professionelles Asset Management deutlich stärker. 

Pensionskassen mit minus 9,67 Prozent – Langfristig bei Plus 4,90 Prozent 

Den daraus entstandenen Verwerfungen auf den weltweiten Finanzmärkten konnten sich die heimischen Pensionskassen trotz professionellen Asset-Managements nicht gänzlich entziehen. So fand auf den Anleihenmärkten wegen des Zinsanstieges ein massiver Verfall der Renditen der bestehenden Anleihen statt. Unternehmensanleihen performten sogar noch schwächer als Staatsanleihen. Aus den oben geschilderten Krisen folgten Kurskorrekturen bei den Aktien.  

Die heimischen Pensionskassen bilanzieren daher nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2021 zum Jahres-Abschluss 2022 mit einem Minus von 9,67 Prozent. Mit plus 4,90 Prozent seit Beginn und plus 3,26 Prozent auf 10 Jahre liegt die Langzeitperformance der Pensionskassen allerdings deutlich im Plus. 

Im Rahmen der letzten, umfassenderen Novelle des Pensionskassengesetzes im Jahr 2013 wurde eine noch größere Krisensicherheit hergestellt. Das bedeutet, dass für Berechtigte, die seit 2013 ins Pensionskassensystem gekommen sind, ein Rechnungszins von maximal 3 Prozent gilt (für jene, die seit 2020 in das System gekommen sind, nur ein solcher von maximal 2 Prozent). Für diese Personengruppe (seit 2013) kam es in den letzten zehn Jahren zu keiner Kürzung der ursprünglich festgelegten Pensionsleistung.

Die Höhe der monatlichen Zusatzpension wird jeweils aufgrund der Performance und der Schwankungsrückstellung - basierend auf dem Vorjahresergebnis - für das kommende Jahr bestimmt. 

"Auch wenn das Jahr 2022 wirklich nicht erfreulich war: Die Langfristperspektive zeigt, dass die Performance der Pensionskassen höher ist als die von vergleichbaren Anlageprodukten“, so Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes. "Die Anhebung der Leitzinsen ist – wenn auch leider reichlich spät und zu abrupt durchgeführt – nach vielen Jahren der Nullzins-Phase wichtig. Wir hoffen damit nun auf ein vernünftiges Zinsniveau im Interesse unserer Kunden. Experten gehen davon aus, dass es nach dieser Talfahrt mittelfristig wieder zu einer Phase der Erholung kommen wird, wie wir das bereits nach dem Ausbruch der Pandemie oder auch nach der Finanzkrise 2008 gesehen haben“. 

Details zum Anlageergebnis der österreichischen Pensionskassen finden Sie hier:

https://news.wko.at/news/oesterreich/anlageergebnis-pensionskassen.png 

Abfertigung Neu: einbezahlte Beiträge sind garantiert

Die Betrieblichen Vorsorgekassen (Abfertigung Neu) konnten sich den entstandenen Verwerfungen auf den weltweiten Finanzmärkten ebenfalls nicht entziehen. So fand auf den Anleihenmärkten wegen des Zinsanstieges ein massiver Verfall der Renditen der bestehenden Anleihen statt. Für die Betrieblichen Vorsorgekassen eine besondere Herausforderung, da sie bei Anleihen einen Anteil von ca. 75 - 80 % in ihrem Portfolio aufweisen. Aus den oben geschilderten Krisen resultierend gab es auch Kurskorrekturen bei den Aktien. Für die heimischen Vorsorgekassen folgt daher nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2021 mit einem Plus von 4,00 % im Jahr 2022 ein negatives Ergebnis von 7,6 Prozent. 

Durch die vom Gesetzgeber vorgegebene Bruttokapitalgarantie müssen die Betrieblichen Vorsorgekassen auf die Gesamtheit der einbezahlten Beiträge eine Garantie gewähren. Daher verringert sich auch bei einer negativen Performance das eingezahlte Kapital nicht – es ist garantiert. "Auch wenn das letztjährige Ergebnis negativ ausgefallen ist, sehen wir, dass die Abfertigung Neu ein Erfolgsmodell ist. Zudem bekommen die Abfertigung Neu alle Berechtigten – die Abfertigung Alt wurde nur an maximal 15 Prozent der Menschen ausgezahlt“, so Andreas Zakostelsky. 

Über den Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen 

Der Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen ist die gesetzliche Vertretung aller Pensionskassen und Betrieblichen Vorsorgekassen. Bei Pensionskassen zahlen Arbeitgeber aufgrund eines freiwillig abgeschlossenen Pensionskassenvertrages monatlich Beiträge für ihre Arbeitnehmer ein, diese können zusätzlich ebenfalls in die Pensionskasse einzahlen. Die Beiträge werden veranlagt und ab Pensionsantritt als lebenslange Zusatzpension ausbezahlt. Die Betrieblichen Vorsorgekassen sind das einzige flächendeckende System kapitalgedeckter Vorsorge, da 1,53% der Bruttolohnsumme monatlich vom Arbeitgeber einbezahlt werden (Abfertigung neu) und somit eine wichtige Säule als Ergänzung zur staatlichen Pension bilden. Insgesamt vertritt der Verband über 4 Millionen Anwartschafts- und Leistungsberechtigte und veranlagen die Pensions- und Vorsorgekassen über 41 Milliarden Euro – sie sind die größten privaten Pensionszahler in Österreich.

(PWK017)

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