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Papierindustrie sagt Forstwirtschaft Unterstützung in der Krise zu

Bemühungen um stabile Abnahmemengen trotz der Herausforderungen durch Borkenkäferbefall und Corona.

Holz
© WKÖ

„Es braucht Verständnis auf beiden Seiten, denn nur gemeinsam kommen wir aus der Krise“, ruft Christian Skilich, Präsident von Austropapier, zur Einigung der Wertschöpfungskette Holz auf. Die Papierindustrie ist sich der Not- bzw. Ausnahmesituation durch den massiven Borkenkäferbefall in den heimischen Wäldern gerade jetzt in der Corona-Krise bewusst und ist bemüht, so viel Holz wie möglich zu übernehmen. Dazu werden auch keine Kosten und Mühen gescheut. Holzlager werden aufgestockt und Außenlager eingerichtet. Sie ersucht aber im Gegenzug auch um Verständnis für gewisse Herausforderungen.

Zellstoff ist das Vorprodukt, zum Beispiel für Hygieneprodukte, Lebensmittel- oder Medikamentenverpackungen aus Papier. Trotz Coronakrise produzieren Zellstofffabriken weiter und garantieren damit neben der Aufrechterhaltung der Grundversorgung auch eine kontinuierliche Holzabnahme der Forstwirtschaft.

Nichtsdestotrotz bittet die Industrie auch um Verständnis. „Wir bemühen uns, soviel heimisches Holz wie möglich abzunehmen. Dennoch gibt es bestehende Lieferverträge mit Partnern aus dem benachbarten Ausland, die wir einhalten müssen. Diese Verträge betreffen meist Baumarten und Sortimente, welche in Österreich nicht ausreichend zur Verfügung stehen oder sind Langfristvereinbarungen, die saisonale Schwankungen in der inländischen Holzanlieferung ausgleichen“, klärt Christian Skilich auf.

Möglichst wenig Import

Ziel der Industrie ist es, die Import-Holzmengen möglichst klein zu halten, um die Inlandsmengen noch weiter zu steigern. Möglichst viel Holz von der heimischen Forstwirtschaft abzunehmen, ist aber vor allem auch eine logistische Herausforderung. Denn um das stark saisonal und regional anfallende Holz zu puffern, bedarf es zahlreicher Lager- und Umschlagplätze. Gerade hier kann die Forstwirtschaft einen zusätzlichen Beitrag zur Qualitätssicherung und Zwischenlagerung des Holzes liefern. Zusammenfassend bedeutet das für Christian Skilich: „Wir werden die heimische Forstwirtschaft nicht im Stich lassen. Wir werden versuchen, Holz möglichst lange auf hohem Produktionsniveau auf unseren Standorten zu verarbeiten. Es ist für die gesamte Wertschöpfungskette Holz gleichermaßen schwierig, sich gegen die Krise zu stemmen, aber mit gegenseitigem Verständnis und einem starken Schulterschluss aller Partner sind wir überzeugt, die kommenden Herausforderungen zu bewältigen.“ 

Über die Papierindustrie

Holz ist der wichtigste Rohstoff der österreichischen Papier- und Zellstoffindustrie. Die ganzheitliche Nutzung dieses wertvollen erneuerbaren Rohstoffs steht dabei an oberster Stelle. Mittlerweile erzeugt die Branche neben Zellstoff und Papierprodukten auch Nebenprodukte wie etwa den Kaugummizucker Xylit, Vanillin für Vanillezucker oder Bioessig für Essiggurkerln. Außerdem ersetzen Produktionsreststoffe auch eine Reihe fossiler Ausgangsprodukte in der chemischen Industrie und finden sich in Klebern, Lacken, aber auch Baustoffen. Und all jene Reststoffe, die nicht mehr anderweitig weiterverarbeitet werden können, dienen immer noch als biogene Energieträger. Damit deckt die Papierindustrie nicht nur einen großen Teil ihres eigenen Energiebedarfs, sondern speist auch Ökostrom und Fernwärme ins öffentliche Netz. Die eingespeiste Menge entspricht dabei dem gesamten Energieverbrauch von rund 100.000 Haushalten. Damit trägt sie wesentlich zur Erreichung der Klima- und Energieziele bei.


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