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PROPAK Industrie fordert Gewerkschaft zu Fairness in der Kommunikation auf 

KV-Verhandlungen: Streikdrohung für FV der Papier- und Kartonverarbeiter angesichts des attraktiven Angebotes unverständlich

PROPAK
© PROPAK Austria

„Wer Fairness einfordert, sollte selbst Fairness üben“, ärgert sich Georg Dieter Fischer, Fachverbandsobmann und Verhandlungsleiter der PROPAK Branche über die „verkürzte Darstellung des Angebotes der Arbeitgeber durch die Gewerkschaft GPA-djp gegenüber der Presse“. Die Arbeitgeber haben den von der Gewerkschaft kolportierten Erhöhungssatz durch einen Mindestbetrag von € 65,-/Monat ergänzt, was eine im wahrsten Sinn des Wortes hohe soziale Komponente darstellt, die niedrige und mittlere Entgelte deutlich stärker anhebt. Dieser Betrag, den jeder Beschäftigte nach dem vorliegenden Angebot mindestens bekäme, bewirkt für die meisten Arbeitnehmer eine Valorisierung der Tarife um deutlich mehr als 3% und schlägt im gewogenen Schnitt der Branche mit 2,9% zu Buche. 

„Wir haben damit ein Angebot gelegt, das in den niedrigen Lohngruppen sogar bis an die 4% reicht. Dass der Sozialpartner ein derart attraktives Angebot mit Streikdrohungen beantwortet, ist nicht nachvollziehbar und lässt auf Gründe schließen, die außerhalb der Branche liegen und nichts mit den PROPAK Unternehmen zu tun haben.“ Damit aber verlasse die Gewerkschaft den der Architektur der Sozialpartnerschaft zugrundeliegenden und langjährig gepflogenen Grundsatz branchenspezifischer Verhandlungen. Darüber hinaus, so Fischer, liege das Angebot mit einem Reallohnzuwachs von durchschnittlich knapp unter einem Prozent weit über den Abschlüssen der letzten Jahre, und das im Umfeld der landauf landab spürbaren Abschwächung der Konjunktur. 

2018: Deutlicher Rückgang des Wachstums

Die wirtschaftliche Entwicklung der PROPAK Industrie, deren Verpackungsbereich generell ein Indikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist, weist dementsprechend auch einen deutlichen Rückgang des Wachstums im Jahresverlauf 2018 aus. So zeigt beispielsweise die Mengenentwicklung bei Verpackungen aus Papier/Karton/Wellpappe für das 3. Quartal 2018 nur mehr ein Plus von 0,9%. „Generell aber ist für die Frage der Leistbarkeit eines Lohn-/Gehaltsabschlusses weniger die Umsatz- und Mengenentwicklung von Bedeutung als vielmehr die Betriebsergebnisse“ sagt Fischer. Und hier leidet die PROPAK Branche besonders unter dem starken Anstieg der Rohmaterialpreise in den vergangenen Jahren. Dieser hat in Verbindung mit dem intensiven Wettbewerb, in dem sich die Branche angesichts eines Exportanteils von 75% vor allem auf den internationalen Märkten befindet, dazu geführt, dass drei Viertel der PROPAK Betriebe für das Jahr 2018 Betriebsergebnisse gemeldet haben, die unter jenen des Jahres 2017 lagen oder bestenfalls gleich waren. Diese sehr branchenspezifische Situation müsse die Basis für die Findung eines fairen, aber verantwortungsvollen Lohn-/Gehaltsabschlusses sein. Und dafür stehen die Arbeitgeber der PROPAK Industrie selbstverständlich zur Verfügung, heißt es aus dem Fachverband. 

PROPAK Austria– Fachverband PROPAK 

Der Fachverband PROPAK und die Vereinigung PROPAK Austria repräsentieren die industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton in Österreich. 100 Unternehmen verarbeiten und veredeln mit mehr als 9.500 Mitarbeitern in Österreich jährlich 1,1 Mio. Tonnen Papier und Karton zu Wellpappe, Verpackungen, Papierwaren für Hygiene und Haushalt, Büro- und Organisationsmitteln, Büchern und Broschüren sowie sonstigen Papierwaren. Mit ihrem industriellen Druckbereich sind die Mitglieder von PROPAK, insbesondere mit dem Verpackungssektor, auch medialer Dienstleister.

Die Branche ist klein- und mittelbetrieblich strukturiert, stark exportorientiert, multinational tätig und in verschiedenen Bereichen Marktführer in Europa. Neben den österreichischen Standorten betreibt sie zahlreiche Niederlassungen in und außerhalb Europas.

Mit dem Einsatz der nachwachsenden Werkstoffe Papier und Karton, energieeffizienter, emissionsarmer und umweltgerechter Produktion sowie der Einbindung der Produkte in den Rohstoffkreislauf des Altpapier-Recyclings ist die industrielle Herstellung von Produkten aus Papier und Karton ein Garant für Nachhaltigkeit. Aus/Weiterbildung und hohe Dienstleistungsorientierung sind wichtige Standortfaktoren. Als kreative, innovative und dynamische Industrie bietet sie attraktive Arbeitsplätze mit guten Aufstiegschancen für engagierte und qualifizierte Mitarbeiter. (PWK142/PM)

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