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Omikron ist weitere immense Herausforderung für die gastgewerblichen Betriebe

Kraus-Winkler und Pulker: Um Branche nicht dauerhaft zu schädigen, haben Offenhalten und Hilfen Priorität – Seeber: Sperrstunde neu bewerten

Restaurant
© UNSPLASH / LOUIS-HANSEL SHOTSOFLOUIS

„Wir begrüßen die heute verkündete Vorgangsweise der Regierung, die Regelungen für Kontaktpersonen zu lockern, die Kontrollen zu erhöhen und die in der Gastronomie und Hotellerie bereits als Standard etablierte FFP2-Maskenpflicht auch an öffentlichen Orten auszuweiten. Denn nach 22 Monaten Pandemie ist eines klar: das Virus wird unser Leben und das unserer Betriebe auch in diesem Jahr stark einschränken. Die österreichische Gastronomie und Hotellerie ist wie keine andere Branche betroffen. Wir müssen mit dem Virus leben, von anderen Ländern lernen und versuchen, es besser zu machen. Wir haben bereits wirkungsvolle und überlegte Maßnahmen, um ein Offenhalten des österreichischen Tourismus zu gewährleisten. Planbarkeit, offene Kommunikation und effektive Hilfsmaßnahmen sind der einzige Weg zur Vermeidung eines Totalschadens in unserer Branche. Und: Die Betriebe müssen sich auf das Wort der Politik auch morgen noch verlassen können“, kommentieren Susanne Kraus-Winkler und Mario Pulker, Obleute für Hotellerie und Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die derzeitige herausfordernde Lage im Gastgewerbe.

Wie angeschlagen die Tourismusbranche ist, zeigen die Daten der Statistik Austria. 2020, im ersten Jahr der Corona-Pandemie, sank der Umsatz der Gesamtwirtschaft in Österreich um -6,4 Prozent auf 781 Mrd. Euro. Der Tourismus hatte hingegen mit -34,9 Prozent auf 19,3 Mrd. Euro eine deutlich schlechtere Entwicklung zu verkraften. Ein Ende des Abwärtstrends ist leider nicht in Sicht. Denn gemäß den aktuellen Umsatzsteuervoranmeldungen der Bereiche Beherbergung und Gastronomie verbuchen diese beiden Sparten zusammen von Jänner bis Oktober 2021 ein Minus von -37,2 Prozent, 2020 waren es -27,1 Prozent. Die Daten und vor allem die Stimmung in der Branche bestätigen die prekäre Lage des für Österreich so wichtigen Wirtschaftszweiges.

Umso wichtiger ist es daher für die Betriebe, dass die Politik bei den dringend notwendigen Hilfsmaßnahmen rasch handelt. Solange die Betriebe nicht nur durch die Corona-Schutzmaßnahmen, sondern auch durch das Virus, durch eine zurückhaltende Buchungslage oder drohende Reisewarnungen in ihrer Arbeit eingeschränkt werden, ist eine Fortführung der Hilfsmaßnahmen überlebensnotwendig.

„In unseren Branchen müssen wir das Überleben unserer Betriebe absichern. Wir benötigen daher jedenfalls eine Verlängerung der derzeitigen Hilfsmaßnahmen bis Ende dieses Jahres, da viele Betriebe noch lange von den Restriktionen betroffen sein werden." Insbesondere wünschen sich die Branchenvertreter eine rasche Auszahlung der zugesagten Hilfen der Cofag sowie situationsgerechte Adaptierungen der Unternehmenshilfen.

„Nach 22 Monaten Achterbahnfahrt mit monatelangen Stillständen und Ausfallszeiten löst der drohende Verlust der zweiten Wintersaison in Folge bei einem Großteil der Betriebe echte Existenzängste aus. Auch wenn wir alles dafür tun, nach Omikron langsam wieder in eine betriebswirtschaftlich stabile Lage zu kommen, so werden wir noch viele Jahre brauchen, um wieder dort ansetzen zu können, wo wir vor der Pandemie waren. Umso wichtiger ist es, jetzt rasche Unterstützungen und Hilfszahlungen zu erwirken und fortzuführen“, so Susanne Kraus-Winkler und Mario Pulker.

Für Robert Seeber, WKO-Bundesspartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft, ist es wichtig, dass durch die Ergebnisse des heutigen Gipfels der Bundesregierung mit den Landeshauptleuten und durch die Neuregelung der Quarantänebestimmungen die Aufrechterhaltung des Wirtschaftsbetriebs weiter möglich ist. „Wir müssen mit Corona noch geraume Zeit leben. Es ist daher der Fokus darauf zu richten, ohne Hau-Ruck-Lockdowns mit wirksamen sowie planbaren Maßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren und dabei gleichzeitig das Überleben der Betriebe zu gewährleisten. Dazu ist es auch notwendig, aufgrund der geänderten Situation durch Omikron die Wirtschaftshilfen nachzubessern. Auch die Sinnhaftigkeit der vorgezogenen 22:00-Uhr-Sperrstundenregelung sollte nochmals überdacht werden“, so der eindringliche Appell des Bundesspartenobmannes. (PWK08/DMC)

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