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Österreichs Autobuswirtschaft zur Zukunft der Mobilität: „Busse sind Teil der Lösung!“

16. Bundesfachtagung der Autobusunternehmungen in Wels – WKÖ-Berufsgruppenobmann Horvath erwartet große Veränderungen sowie Chancen für die Branche

16. Bundesfachtagung der Autobusunternehmungen in Wels
© Berufsgruppe der Autobusunternehmungen/APA-Fotoservice/Hartl 16. Bundesfachtagung der Autobusunternehmungen in Wels

„Einsteigen, bitte!“ - die Buswirtschaft befindet sich auf Kurs in Richtung Personenbeförderung der Zukunft. Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen für den Bus im Zeitalter von Elektromobilität, Klimawandel und alternativen Treibstoffen standen im Zentrum der 16. Bundesfachtagung der Berufsgruppe Bus in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die am 20. und 21.11. in Wels stattfand.

Der Bus habe – angesichts der Welle rasanter technologischer Entwicklungen – große Chancen, in den Verkehrskonzepten der Zukunft ein wichtiger Teil der Lösung zu sein. Deshalb komme der Interessenvertretungsarbeit in Europa wie auch in Österreich große Bedeutung zu, analysierte WKÖ-Berufsgruppenobmann Martin Horvath und versprach: „Wir werden darauf achten, dass der Bus nicht unter die Räder kommt.“

Busunternehmen brauchen mehr Flexibilität

Gerade im Vorfeld der Bildung einer neuen Bundesregierung sei es notwendig, mit einer gemeinsamen starken Stimme zu sprechen, ergänzte Horvath. „Die Veränderungen für die Branche werden im nächsten Jahrzehnt größer sein als in den letzten vierzig Jahren.“ Dabei geht es nicht nur um brancheninterne Handlungsfelder wie die sozialpartnerschaftlich voranzutreibende Modernisierung des Kollektivvertrages, sondern etwa auch um die Senkung der Steuer- und Abgabenquote. Die Politik müsse aber auch für adäquate Voraussetzungen sorgen, die es möglich machen, die engagiert gesetzten Klimaziele zu erreichen. 

16. Bundesfachtagung der Autobusunternehmungen in Wels
© Berufsgruppe der Autobusunternehmungen/APA-Fotoservice/Hartl 16. Bundesfachtagung der Autobusunternehmungen in Wels

Klimavorteil spricht für den Bus 

Horvath sieht die Autobusbranche in der Klimaschutzdebatte klar auf der Gewinnerseite, wenn ihr politisch auch die Chance gegeben wird, Teil der Lösung zu sein. „Im Kampf gegen den Treibhauseffekt ist es wichtig, branchenspezifisch zu betrachten, was möglich ist und was nicht. Gegenüber dem Individualverkehr ist der Bus klimapolitisch im Vorteil, weil er mindestens um einen Faktor 4 besser abschneidet als der Pkw.“ Der Bus sei bei der Reise in eine klimafreundliche Zukunft in vielen Bereichen bereits angekommen: „Moderne Diesel-Partikelfilter haben es dem Dieselmotor erfolgreich abgewöhnt, Schadstoffe in die Luft zu blasen.“ Dieselfahrverbote für moderne Busse hätten daher nichts mit technologischen Realitäten zu tun. „Der Bus hat kein Dieselproblem. In Kombination mit alternativen Treibstoffen für die Fernstrecke sowie der Elektromobilität in der Stadt geht es darum, dass die Buswirtschaft in der Lage sein muss, das Beste aus verschiedene Energiewelten unter einem Dach zu vereinen.“

Dass der Autobus sein Potenzial als effizientestes und umweltschonendstes Transportmittel im öffentlichen Verkehr gar nicht voll ausspielen kann, hängt an äußeren Faktoren. Ein Bus ersetzt 35 PKW auf Österreichs Straßen – mit allen positiven Folgen für Stau- oder Umweltbelastung. Wir brauchen eine Verkehrspolitik, die den Beitrag des Busses zur Lösung der klimapolitischen Herausforderungen bis 2030 würdigt. Der Bus muss künftig durch gezielte gesetzliche Regelungen anders behandelt werden als der LKW und verdient eine Förderung seiner ökologischen Leistungsfähigkeit.“, so Horvath abschließend. (PWK562/DFS)

Zur österreichischen Bus-Branche

Die mehr als 1.300 österreichischen Busunternehmer betreiben eine Flotte von mehr als 9.200 Bussen. Mit dieser Flotte befördert die Busbranche im Reiseverkehr jährlich über eine Million Gäste und bildet das Rückgrat im öffentlichen Personennah- und Regionalverkehr. Dabei werden mehr als 340 Millionen Kilometer im Jahr zurückgelegt, wobei bei keinem anderen Straßenverkehrsmittel das Risiko geringer, in einen Unfall verwickelt zu werden und dabei zu Schaden zu kommen. Die Unternehmen investieren jährlich rund 300 Millionen Euro in ihren Fuhrpark. Busfahren bedeutet Klimaschutz: Mit 40 Gramm Co2 pro Personen-Kilometer ist der Bus das sauberste und ökologischste Straßenverkehrsmittel. Der Bus ist damit 3,5-mal umweltfreundlicher als der PKW, der 147 Gramm Co2/pkm benötigt. Moderne Euro VI Busse haben ihren Co2-Ausstoß seit 1990 um 87% bzw. den NoX-Austoß sogar um 97% reduziert.  

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