th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Österreichisches Handwerk bemüht sich auch in der Krise um seine Kunden

Scheichelbauer-Schuster: Vorgezogene öffentliche Aufträge würden den Betrieben in der Corona-Krise „doppelt helfen“ 

Gewerbe und Handwerk
© WKÖ

„Wir stehen im österreichischen Handwerk vor einer nie dagewesenen Situation: Gerade erst war die Arbeit nicht mehr zu schaffen, und jetzt haben viele Betriebe Probleme, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beschäftigen. Elektrikern, Tischlern und Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikern sind wie in vielen anderen Branchen oftmals die Aufträge weggebrochen“, sagt Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer.  

So wird nach wie vor in vielen dieser Betriebe produziert, in den Werkstätten gearbeitet bzw. Baustellen weitergeführt. Das ist auch sehr wichtig, um die Versorgung der Menschen zu gewährleisten und die Lieferketten aufrecht zu erhalten. Das ist auch die Basis um akute Schadensbehebungen bzw. Notdienste sicherzustellen.  „Dank digitaler Möglichkeiten in der Auftragsannahme und der Abwicklung können Produkte und Dienstleistungen in der bewährten Qualität bewerkstelligt werden. Wir lassen keinen Kunden im Stich und bemühen uns um jeden Auftrag“, so Scheichelbauer-Schuster, die darauf verweist, dass hygienische Standards von den Betrieben etwa bei Montagen penibel eingehalten werden und auch Zustellungen erlaubt sind.  

Öffentliche Auftragsvergabe kann Betrieben helfen

Um es den Betrieben für die Zeit nach der Corona-Krise zu ermöglichen, ein Auftragspolster aufzubauen, würde sich die Handwerksobfrau wünschen, dass die Kommunen in den Regionen geplante Auftragsprojekte bereits jetzt vergeben. „Wir dürfen nicht darauf warten, bis die Krise vorbei ist. Die öffentliche Auftragsvergabe kann unseren Betrieben helfen, rascher wieder aus der Krise zu finden. Viele Gebäude stehen jetzt leer und die Zeit für Sanierung und Instandhaltung könnte nun sinnvoll genützt werden. Wer jetzt Aufträge ausführen kann, ist nicht auf öffentliche Hilfe angewiesen – das schafft Wertschöpfung, spart öffentliche Zuschüsse und sichert Arbeitsplätze“, so Scheichelbauer-Schuster.  

Deutliche Umsatzrückgänge und Probleme durch Schließungen

Sorgen bereitet der Handwerksobfrau die Situation auch bei den Bäckern oder Fleischern, die deutliche Umsatzrückgänge melden. Andere Gewerbe, wie die Friseure, Kosmetiker oder Floristen haben durch die Schließungen „ganz erhebliche Probleme“, wie etwa die Fülle an Kurzarbeitsvereinbarungen bei den Friseuren zeigt. „Jetzt müssen Löhne und Gehälter ausbezahlt werden und das vor allem mittelbetrieblich strukturierte Handwerk kommt hier rasch an seine Grenzen. Dass die Mittel für Kurzarbeit jetzt aufgestockt werden und sich die Banken zudem bereiterklärt haben, die Kurzarbeit unbürokratisch vorzufinanzieren, ist aber ein gutes Signal“, so Scheichelbauer-Schuster.

Erst vor wenigen Tagen hatte die KMU-Forschung Austria Zahlen publiziert, dass bei über 50 Prozent der österreichischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die verfügbaren liquiden Mittel bei einem Einnahmenentfall nur für höchstens einen Monat reichen. „Umso wichtiger ist es, dass die Betriebe durch einen Stufenplan wieder hochgefahren werden, damit vor allem auch personennahe Dienstleistungen wieder durchgeführt werden können“, betont Scheichelbauer-Schuster abschließend. 

Das könnte Sie auch interessieren

Gastronomie und Hotellerie

Pulker und Kraus-Winkler begrüßen angekündigte Lockerungen

Wegfall der Maskenpflicht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Ausweitung der Sperrstunden sind wichtige Schritte für Gastronomie und Hotellerie in Richtung Normalität mehr

Altenpflegerin mit Seniorin

Alten- und Pflegeheime: Abgeltung der Mehrkosten für coronabedingte Maßnahmen nötig

WKÖ-Branchensprecher Hoff: Mehrbelastungen sind große Herausforderung für viele Betriebe - Alten- und Pflegeheime benötigen rasche Umsetzung des COVID-19-Zweckzuschussgesetzes durch die Bundesländer   mehr