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Österreichische Skiindustrie: Internationale Marktentwicklung 

Trendsetter in Convenience - China als Hoffnungsmarkt

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Die wirtschaftliche Entwicklung weltweit und insbesondere auch im Euro-Raum verzeichnet für 2017 einen erfreulichen Aufschwung. Allerdings ist die Skiindustrie sehr stark auch von nicht beeinflussbaren klimatischen Faktoren abhängig. So sind die stärksten Treiber im Kaufverhalten nach wie vor ein optimaler Saisonstart mit verschneiter Winterlandschaft und eine möglichst lange Wintersaison. In Zeiten von Wetterkapriolen und Klimawandel sind diese Kernfaktoren zunehmend unberechenbar, aber Dank „natürlicher“ Beschneiung trotzdem gesichert. Die heimische Skiindustrie kann sich in diesem wirtschaftlichen und klimatischen Umfeld weiterhin auf einem soliden Niveau behaupten.

Das zeigt sich in einem annähernd gleichbleibenden Weltmarktvolumen; dieses liegt für Alpinski unverändert bei rd. 3 Mio. Paar und für Skischuhe bei 3,3 Mio. Paar.

Auch für Langlaufski und -schuhe zeichnet sich eine stabile Entwicklung ab. Die Verkaufszahlen bewegen sich bei jeweils ca. 1,6 Mio. Paar in den bestimmenden Absatzmärkten Russland, dessen Markt sich zunehmend wieder positiv entwickelt, speziell im Hochpreissegment, sowie in Skandinavien.

Was den Hoffnungsmarkt China mit Blick auf die Winterolympiade 2022 betrifft, gibt es mittlerweile zahlreiche Initiativen zur Verstärkung des Marktzugangs, wie zum Beispiel ein Kooperationsübereinkommen zwischen dem Österreichischen und dem Chinesischen Skiverband. Weiters wurde ein Austauschprojekt im schulischen Bereich mit chinesischen Schülern initiiert für einen Know-How Transfer in touristischer und sportlicher Hinsicht. Die hohe politische Priorität des Wintersportsektors zeigt auch ein von der chinesischen Regierung erteilter Auftrag zur Ausbildung von 1.000 Skilehrern jährlich – dies unter Beteiligung österreichischer Snow-How-Kompetenz. Das AußenwirtschaftsCenter in Peking unterstützt weitere branchenübergreifende Kooperationsbemühungen. 

Skier aus Österreich – Garant für Topqualität 

Wie die Erfolge im Wintersport alljährlich eindrucksvoll zeigen, kommt der österreichischen Skiindustrie mit ihren weltweit für Topqualität bekannten Skimarken Atomic, Blizzard, Fischer und Head unbestritten eine führende Rolle im Wintersportsegment zu. Unter Beweis gestellt wird diese Erfolgsgeschichte durch eine außerordentlich hohe stabile Exportquote von rund 80 % sowie durch eine zumindest stabile Mitarbeiteranzahl der Skiindustrie hierzulande von rd. 2.000 MitarbeiterInnen.  

Skifahren ist österreichisches Kulturgut  

Die Nachfrage nach österreichischen Skiprodukten im Ausland ist eng verbunden mit der Glaubwürdigkeit, welche Österreich als Skination im Ausland vermitteln kann. Es gilt, diese Skikultur auch für die Zukunft abzusichern, was durch eine aktuelle Studie, durchgeführt vom Institut Marketagent.com, im Auftrag von Intersport Österreich, unterstrichen wird. Dieser Studie zufolge sind 73 % der Österreicher der Meinung, „Skifahren gehört zur österreichischen Kultur und sollte mehr gefördert werden“. 

Trend Convenience  

Mit Skifahren werden Genuss, Lebensfreude und Leichtigkeit assoziiert. Um all dem gerecht zu werden, muss Skifahren als einfach, bequem und komfortabel beim Kunden ankommen. Die neue Einfachheit schlägt sich verstärkt in der Angebotspalette der Skiindustrie nieder. Dabei wird großer Wert auf Übersichtlichkeit gelegt. Die Anzahl der Zielgruppen wird reduziert, Ski- und Schuhmodelle mit breitem Einsatzbereich werden vermehrt angeboten. 

Schon lange versteht sich die Skiindustrie als Komplettanbieter von Wintersportequipment. Und in jedem Produktsegment wird bei Innovationen größter Wert auf Convenience gelegt. Dies äußert sich durch weitere Gewichtsreduktion sowohl bei Schuhen als auch bei Ski oder Bindungen. Ermöglicht wird dies durch neue Materialien und Optimierung des Aufbaus.  

Bei Schuhen steht außerdem nach wie vor das Thema Gehbarkeit an vorderster Stelle der Entwicklung. Dies wird durch neuartige Sohlen-Bindungssysteme sichergestellt, welche einfacheres Gehen am Parkplatz, im Restaurant oder in der Fußgängerzone ermöglichen und dabei gleichbleibende Bindungs-Sicherheit bieten. Dazu kommen die mittlerweile sehr weit entwickelten Bootfitting Konzepte aller namhaften Hersteller, welche eine optimale Passform der Schischuhe garantieren. 

Skifahren wird immer sicherer 

Wie das Kuratorium für Alpine Sicherheit in seiner Frühlingsaussendung bekanntgab, sind die Unfälle im organisierten Skiraum in Österreich im letzten Winter abermals um 13 % zurückgegangen. Einerseits ist dies auf die hervorragende Arbeit der österreichischen Seilbahnen in Bezug auf Pistenpräparation und -absicherung zurückzuführen. Andererseits wird vom Kuratorium bestätigt, dass auch Schutzausrüstung einen wesentlichen Anteil an dieser erfreulichen Verbesserung trägt. Die österreichische Skiindustrie, welche sich in den letzten Jahren immer mehr als Komplettanbieter etabliert hat, leistet dabei in der Entwicklung von neuesten Helmen und Protektoren einen wichtigen Beitrag. Im gleichen Atemzug muss an dieser Stelle sicherlich auch die Entwicklung bei den mittlerweile durchgängig „gerockerten“ Carvingski genannt werden, welche durch enorme Drehfreudigkeit das Steuern und somit die Skikontrolle erleichtert.  

Netzwerk Allianz Zukunft Winter und Nachwuchsförderung 

Der Zusammenschluss von Wirtschaftstreibenden im Wintersportbereich und deren branchenübergreifende nationale Interessen in der Plattform „Allianz Zukunft Winter“ ist für die österreichische Skiindustrie von größter Bedeutung. Dieses Zusammenwirken sichert letztendlich jeweils den wirtschaftlichen Erfolg jeder involvierten Branche. Was wäre das Wintertourismusland Österreich ohne „Snow-How“ und Topqualität der österreichischen Skiindustrie als weltweit anerkannter Markenführer und ohne perfekte Pistenverhältnisse, gezaubert von der Seilbahnwirtschaft, und ohne Skilehrer, die Gusto machen auf schön und besser Skifahren.

Und schließlich garantiert nur ein geeintes starkes Auftreten gegenüber den Geldgebern und Entscheidungsträgern auch den notwendigen Nachdruck und Einfluss zur Absicherung der Zukunft des Wintersports. 

Ein wesentlicher Teilaspekt dabei ist die Nachwuchsförderung der Generation Schulkinder, denn ohne diese Kunden von Morgen kann es auch keine boomende Ski- bzw. Wintersportindustrie geben. In der bereits genannten Studie von Marketagent.com fordern übrigens 77 % der Befragten, dass Schulkinder wieder mehr Skikurse machen sollten. Dieses Ergebnis bestätigt die dahingehenden Bemühungen der Allianz Zukunft Winter sowie auch der Servicestelle WISPOWO (Wintersportwochen). Wehrmutstropfen, welcher ebenfalls im Rahmen der obigen Studie zu Tage kam: Nur mehr 25 % der Österreicher geben an, regelmäßig Ski zu fahren. Diese Zahl sollte eigentlich in der Skination die Alarmglocken läuten lassen!

Die Politik hat die Hebelwirkung von Schulskikursen nicht (für wichtig genug) erkannt und es bis dato trotz massiver Bemühungen der Wintersportindustrie verabsäumt, die Rahmenbedingungen dafür durch Wertschätzung und legale Anreizsysteme endlich wieder zu verbessern. Eine fördernde Industrie, die gewillt ist, durch unterstützende Aktionen Anreize zu geben, darf daran nicht durch Kriminalisierung – Stichwort Korruption – gehindert werden. Die nächste Regierung ist aufgefordert, im Sinne der guten Sache, der Kunden von morgen und der österreichischen Wirtschaft praktikable und klare Regelungen zu schaffen. Es gilt, hier keine Zeit mehr zu verlieren! 

Länderübergreifende Allianz VITALPIN 

Neben der nationalen „Allianz Zukunft Winter“ ist gerade eine alpenländerübergreifende Allianz unter dem Namen „VITALPIN“ im Entstehen. Intention dieses Netzwerkes ist es, einerseits als Pendant auf Augenhöhe gegenüber den NGO-Umweltorganisationen aufzutreten, andererseits Märkte und Potentiale dieser alpinen Regionen zu thematisieren. Dieses Netzwerk soll als Chance für eine überregionale europäische Plattform genutzt werden. (PWK856/us)

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