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Österreichische Schutzmaskenhersteller sichern heimischen Bedarf

Die heimische Maskenproduktion muss gefestigt werden, um am heimischen Markt eine Chance gegenüber Importen aus Drittstaaten zu haben

Schutzmasken
© Macau Photo Agency on Unsplash

Corona hat alle überrascht und dabei Abhängigkeiten ans Tageslicht gebracht. Schutzmasken und –ausrüstung waren nicht ausreichend vorhanden und der Weltmarkt war beinahe aufgekauft. Wir müssen aus dieser Krise unsere Lehren ziehen. Die österreichische Maskenproduktion muss gefestigt werden, um am heimischen Markt eine Chance gegenüber Importen aus Drittstaaten zu haben.

„Die Wochen des Mangels an Schutzmasken sind offenbar vorbei, die internationalen Lieferketten funktionieren, die industrielle Produktion in China brummt wieder und es werden die unterschiedlichsten Arten von Masken in immer größeren Stückzahlen am heimischen Markt angeboten“, sagt Manfred Kern, Obmann des Fachverbandes der Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie. Darüber hinaus meint er: „Dadurch geraten aber jetzt unsere österreichischen Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie unter starken Druck, die noch vor wenigen Wochen mit großem Enthusiasmus ihre eigene Produktion hintangestellt haben und mit viel Kraft und finanziellen Mitteln die Produktion von Mehrweg-Schutzmasken und Schutzbekleidung begonnen haben. Schutzmasken sind keine simplen Produkte, da es eines wesentlichen Know-hows über Material, Ausrüstung, Passform und Normen bedarf, um ein ‚sicheres‘ Produkt auf den Markt zu bringen mit einer CE-Kennzeichnung.“

Österreich muss als Produktionsstandort gefestigt werden

„Unsere Unternehmer haben viel investiert, Prototypen entwickelt, Prüfzeugnisse eingeholt, beinhart kalkuliert, damit der Preis der Masken konkurrenzfähig ist. Für wenige Wochen war die Produktion am Standort Österreich ihren Preis wert. Jetzt stellt sich allerdings die Frage, wie lange diese Bereitschaft weiter bestehen wird für Schutzmasken ‚Made in Austria‘ einen kalkulierten Preis zu bezahlen, wenn der Markt wieder mit billigen Einwegprodukten aus Asien überschwemmt wird? Wenn schon Einwegprodukte, dann Made in Austria!“ so Manfred Kern.

„Damit werden Arbeitsplätze, Wertschöpfung und vor allem auch Know-how erhalten - neue Arbeitsplätze geschaffen und Österreich abgesichert! Dies kann nur gelingen, wenn die öffentliche Hand und andere Bedarfsträger die rechtlichen und faktischen Spielräume des Vergaberechtes zum Wohle der regionalen Wirtschaft auch nützen - insbesondere unter dem Blickwinkel der Versorgungssicherheit.“

Über den Fachverband der Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie:

Der Fachverband der Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie ist die gesetzliche Interessensvertretung und fungiert als Servicestelle, Lobbying-Plattform (in Österreich, auf EU-Ebene und international) und Informationsnetzwerk für rund 450 überwiegend klein- und mittelständische Unternehmen der Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie in Österreich.

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