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Österreichische Entsorgungswirtschaft für neue Pfandlösung bestens gerüstet

WKÖ-FV Entsorgungs- und Ressourcenwirtschaft - Höpperger: Gesamtlösung für Klimaschutz entscheidend

Frau entsorgt Müll
© Adobe Stock

Auch wenn die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) eine umfassendere Lösung im Sinne der Kreislaufwirtschaft bevorzugt hätte, ist es aus Sicht des WKÖ-Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenwirtschaft wichtig, dass nunmehr eine Entscheidung in Bezug auf die zukünftige Sammlung von PET-Flaschen und Getränkedosen getroffen wurde.  "Diese Entscheidung schafft für die Entsorgungsbetriebe jetzt rechtliche Klarheit, die nötige Vorlaufzeit sowie die erforderliche Investitionssicherheit. Für den Wandel unserer Wegwerfgesellschaft hin zu einer effizienten Recycling- und Ressourcenwirtschaft benötigt es allerdings einen integrativen Ansatz: Ein allumfassendes Gesamtpaket, das von der Produktherstellung über die Entsorgung, Wiederverwertung bis hin zum Einsatz von recycelten Materialien reicht. Dies würde gewährleisten, dass sich der Kreislauf rasch und effizient schließen kann", sagt Harald Höpperger, Obmann des Fachverbands Entsorgungs- und Ressourcenmanagement in der WKÖ und Branchensprecher für rund 7.000 heimische Betriebe.

"Die Abfallwirtschaftsbetriebe sind ein innovativer, zuverlässiger Dienstleistungspartner sowohl für Handel und Industrie als auch für die öffentliche Hand. Unsere Unternehmen verfügen über ein weit über die österreichischen Grenzen hinaus anerkanntes Know-how auf dem Gebiet der Abfallentsorgung und Ressourcenwirtschaft. Wir sind bereits heute und auch für die zukünftigen Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft bestens aufgestellt", betont Höpperger. 

Vereinfachung und Vereinheitlichung 

Umfangreiche Erfahrungen aus der Vergangenheit haben sowohl national als auch auf europäischer Ebene aufgezeigt, dass sich die getrennte Sammlung positiv auf die Qualität des Recyclingmaterials auswirkt. Wichtig sind hier vor allem einfache und einheitliche Vorgaben, die auch klar an die Öffentlichkeit kommuniziert werden können. "Wir treten schon seit langem für eine Vereinheitlichung der Sammelinfrastruktur in der Verpackungssammlung ein. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb in einer Gemeinde Metallverpackungen gemeinsam mit Kunststoffverpackungen gesammelt werden und in der benachbarten Gemeinde dies nicht zulässig ist", so Höpperger. Für die erfolgreiche Umsetzung der EU-weiten Recyclingvorgaben im vorgegebenen Zeitrahmen sei hier ein akkordiertes Handeln aller beteiligter Akteure erforderlich. "Es ist dringend notwendig, dass wir zeitnah eine bundesweite Lösung zur Vereinheitlichung der Sammelsysteme für Wertstoffe finde", sagt Höpperger 

Ökonomische Anreize als Steuerelement für besseren Umweltschutz

"Darüber hinaus ist ein effizientes wirtschaftliches Anreizsystem entscheidend, um den Recyclingkreislauf sowohl ökologisch als auch ökonomisch schließen zu können", appelliert Höpperger und betont anschließend: "Eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft bedarf nicht nur der Erhöhung der Sammel- und Recyclingquoten, sondern erfordert die Rückführung der Sekundärrohstoffe in den Wirtschaftskreislauf. Nur so können der Öko-Kreislauf nachhaltig geschlossen und die CO2-Emissionen dauerhaft reduziert werden." (PWK644/ES)

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