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Österreich: Ein europäischer Creative-Hub

Die Kreativwirtschaft zeigt satte Umsätze und Exportstärke

Die Kreativwirtschaft ist als Innovationstreiber ein Zugpferd für den Wirtschaftsstandort Österreich. Auslandsaktivitäten spielen dabei eine entscheidende Rolle: Sieben von zehn Kreativunternehmen sind im Export tätig. Zahlreiche Services der WKO legen den Grundstein für eine weitere Internationalisierung der Kreativwirtschaft.

Kreative junge Menschen, Sesselkreis, Start-up, Kreativ
© CAIA IMAGE / Science Photo Library / picturedesk.com

Land der Berge, Land am Strome - und Land der Kreativen. Auch wenn dieser Zusatz nicht in die Bundeshymne passt, ist er eine treffende Zustandsbeschreibung. Immerhin jedes zehnte Unternehmen zählt in Österreich zur Kreativwirtschaft, die mit einem jährlichen Umsatz von 22 Milliarden Euro knapp 4 Prozent gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung erwirtschaftet. Insgesamt arbeiten 153.000 Beschäftigte (Unselbständige und Selbständige) in 42.300 Unternehmen.  

In Zeiten der Digitalisierung hat sich die Kreativwirtschaft zum wichtigsten Bindeglied zwischen Internationalisierung und Innovation entwickelt. Durch die Cross-Over-Effekte in andere Wirtschaftsbereiche bringen Österreichs Kreative neue Ideen, spannende Lösungen und innovative Ansätze ein. Dabei beträgt der Gesamtwert aller kreativwirtschaftlich produzierten Waren und Güter rund 21 Milliarden Euro.  

Vielfältige Kreativwirtschaft

Zur Kreativwirtschaft zählen nicht nur Design und audiovisuelle Medienerzeugnisse wie Musik und Film, sondern auch Architektur, darstellende Künste, das Verlagswesen, Werbung sowie Software, inklusive Videospielen. Die letzteren drei Branchen halten mit knapp 16 Milliarden Euro auch den Löwenanteil des Gesamtumsatzes der Kreativbranche. Besonders stark ist die Gaming-Branche, die früher oftmals belächelt wurde. Zu Unrecht, wie sich herausstellt: Mit einer Umsatzhöhe von sieben Milliarden Euro im Bereich Software und Games ist die Gaming-Szene ein innovatives, kompetitives und internationales Geschäftsfeld - und jene Branche mit der größten Ertragskraft.  

Infografik: Die Umsätze der Branchen im Vergleich

Unterschiede zwischen Städten und Ländern

Mehr als 17.000 Unternehmen sind in der Hauptstadt in irgendeiner Art kreativ tätig, über die Hälfte der Umsätze bzw. knapp die Hälfte der Bruttowertschöpfung des kreativen Bereichs werden hier geschaffen. Ein Blick auf den Rest der Karte zeigt: Die Länder sind sehr unterschiedlich im kreativen Bereich aktiv. Fast 6.000 Unternehmen sind in Oberösterreich angemeldet, um die 4.000 in Niederösterreich und der Steiermark. Salzburg und Tirol sind etwa gleich auf, die Schlusslichter bilden Vorarlberg und das Burgenland. 

Eine genauere Betrachtung der Sektoren zeigt, dass die Architektur überdurchschnittlich stark in Vorarlberg und Tirol vertreten ist, während es Werberinnen und Werber nach Salzburg zieht. In Wien ist der Markt für darstellende Kunst besonders stark repräsentiert, der Anteil von Software und Games ist zudem in Niederösterreich überdurchschnittlich hoch. Die Daten offenbaren auch, dass das Burgenland einen relativ hohen Anteil an Radio- und TV-Produktionen hat. 

Infografik: Verteilung der Branchen in Österreich

Kreative Exporte

Auch international ist die österreichische Kreativwirtschaft höchst erfolgreich - und bringt zudem als Early Adopter Innovationen aus dem Ausland in alle Bereiche der österreichischen Wirtschaft. Damit leistet die Branche einen entscheidenden Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts. Mit einer durchschnittlichen Exportquote von 19 Prozent ist die österreichische Kreativwirtschaft zudem auch äußerst exportstark. Sieben von zehn Kreativschmieden sind im Export tätig - das sind rund 29.600 Unternehmen. Der größte Anteil des österreichischen Exports entfällt dabei auf Deutschland, weitere wichtige Märkte sind Italien, die USA und die Schweiz. 

Die österreichische Kreativwirtschaft leistet nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Standortes, sondern trägt auch Österreichs innovative Qualitäten ins Ausland. Jedes fünfte Kreativunternehmen hat ein Standbein im Ausland, für 20 Prozent innerhalb der EU. Unterstützung finden Unternehmen mit internationalen Niederlassungen im umfangreichen Netzwerk der Außenwirtschaftscenter der WKÖ. Neue Chancen im europäischen Raum bieten außerdem auch Förderungsinstitutionen wie “Creative Europe“, „Horizon Europe“ oder das kommende Programm „InvestEU“. 

Infografik: Exporte innerhalb der EU

Internationale Kompetenz mit Unterstützung der WKÖ

Die Kreativwirtschaft ist ein Treiber für Wachstum und Innovation, vor allem im globalen Wettbewerb. Deshalb unterstützt die WKÖ Österreichs Kreative mit einer Reihe von Services, die regelmäßig wiederholt werden.  


  • In Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Austria bietet die WKÖ Plätze in Coworking Spaces in kreativen Metropolen wie New York, Tel Aviv oder Kopenhagen an. Hier können sich Kreative vernetzen und Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern kennenlernen. Nach erfolgreicher Bewerbung gilt ein Platz für jeweils ein bis drei Monate.

 

  • Bei den „Kreativwirtschaftswebinaren“ werden international innovative Geschäftsmodelle Kreativer vorgestellt und damit Innovationen nach Österreich importiert. Bisher haben knapp 2.000 Kreativwirtschaftsunternehmen teilgenommen.

 

  • Über zahlreiche “Zukunftsreisen” haben Kreative die Möglichkeit, internationale Veranstaltungen, Messen und Konferenzen zu besuchen und damit den Austausch mit internationalen Innovationstreibern zu fördern.

 



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