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Österreich Know-how-Geber für duale Bildung in Serbien 

Pilotprojekt von ADA und WKÖ zur Etablierung eines dualen Ausbildungssystems gut angelaufen

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Durch den Aufwärtstrend der serbischen Wirtschaft, überwiegend durch eine zunehmende Zahl an Auslandsinvestitionen, nimmt der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften für serbische Unternehmen immer stärker zu. Dies betrifft auch die zahlreichen österreichischen Unternehmen, die in Serbien die stärkste Gruppe an Investoren darstellen.  Der Mangel an Fachkräften zusammen mit der gravierenden Jugendarbeitslosigkeit stellen die serbische Wirtschaft und die lokale Bevölkerung aber vor gravierende Probleme. Daher erarbeiteten die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Wirtschaftskammer Serbien gemeinsam mit der Austrian Development Agency (ADA) ein Pilotprojekt zur Einführung von Elementen der dualen Berufsbildung. Ein Jahr nach der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens wurde nun die erste Erfolgsbilanz gezogen.

„Auf Basis des Abkommens wurde intensiv an der Entwicklung und Akkreditierung von für die österreichischen Niederlassungen relevanten Berufsbildern sowie an der Umsetzung von ‚Ausbildungsallianzen‘ - Firmenkonsortien und regionale Berufsschulen - gearbeitet. Ziel ist, den bestehenden gesetzlichen Rahmen maximal zu nutzen, um die wichtigsten Elemente der dualen Ausbildung auch in Serbien zu etablieren“, berichtet WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz aus Belgrad.

Duale Ausbildung lohnt sich auch für Unternehmen

Über 100 Jugendliche haben bereits ihre Ausbildung als Einzelhandelskaufmann/frau bei vier Arbeitgebern - darunter die zu DM Salzburg gehörenden DM-Drogeriemarktkette Serbien und VIP Mobile, Tochter der Telekom Austria - begonnen. „Damit duale Berufsbildung ihrem Namen auch wirklich gerecht wird, müssen viele Elemente zusammenspielen. Das Kernelement schlechthin ist dabei die Bereitschaft von Unternehmen, als Ausbildungsbetriebe tätig zu werden. Oder anders gesagt: Lehre muss sich auch für die ausbildenden Betriebe lohnen, damit sie sich engagieren. Dass es sich lohnt, erkennen mehr und mehr Betriebe in Serbien und beteiligen sich an dieser gemeinsame Initiative“, so ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter. 

Cadez: Sind mit dem serbischen Ausbildungssystem auf einem guten Weg

„Die ersten Umsetzungserfahrungen haben uns wichtige Erkenntnisse für die notwendige legislative Anpassung gebracht, die derzeit in Vorbereitung ist, und wir sind auf einem guten Weg zu einem serbischen dualen Ausbildungssystem“, ist Marko Cadez, Präsident der Wirtschaftskammer Serbien, überzeugt. Künftig sind vor allem Lehrberufe in den Bereichen Transport und Logistik, Metalltechnik sowie im Tourismus geplant.

„Duale Ausbildungssysteme, bei denen die Ausbildung sowohl in der Berufsschule als auch am Arbeitsplatz stattfindet, sind besonders gut in der Lage, arbeitsmarktrelevante Kompetenzen zu vermitteln. Gerne geben wir daher unsere Erfahrungen an die serbischen Kollegen weiter“, so Schultz abschließend. Das Projekt wird von der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, und der Internationalisierungsoffensive „go international“ des Wirtschaftsministeriums und der WKÖ finanziert. (PWK289/BS)

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