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Nocker-Schwarzenbacher begrüßt Entschärfungen für heimischen Tourismusstandort 

Durch Novelle des Lohn- und Sozialdumpinggesetzes konnte bürokratischer Aufwand abgewandt werden – Nächtigungsrückgang November bis März auf Verschiebung von Ostern zurückzuführen

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„Die Entschärfungen des Lohn- und Sozialdumpinggesetzes bewirken Verbesserungen für den österreichischen Tourismusstandort“, begrüßt Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die gestern im Nationalrat beschlossene Novelle des für Entsendungen von Mitarbeitern im Bereich der Personen- und Güterbeförderer. Demnach müssen Personen und Güterbeförderer künftig ihre nach Österreich entsendeten Arbeitnehmer nicht mehr wie bisher, alle drei Monate, sondern nur mehr alle sechs Monate in einer Sammelmeldung beim Finanzministerium bekannt geben. Auch die Lohnunterlagen müssen nicht mehr permanent mitgeführt werden, sondern können auf Verlangen der Kontrollbehörde nachträglich in elektronischer Form übermittelt werden. Gerade touristische Busunternehmen, die Gäste vom EU- Raum nach Österreich bringen, profitieren durch die Verlängerung des Gültigkeitszeitraumes. Durch die Verlängerung der Frist reduziert sich der bürokratische Aufwand. Zudem konnte die Gefahr, die durch die unnötige Verschärfung vom LSD-BG für die Busunternehmer ausging, Österreich möglicherweise nicht mehr als Urlaubsdestination anzufahren, verhindert werden.

„Damit ist es der Wirtschaftskammer Österreich gelungen, diese vollkommen überzogene Regelung, die zu einer wesentlichen Verschlechterung für unseren Tourismusstandort geführt hätte, zu entschärfen“, zeigt sich Nocker-Schwarzenbacher überzeugt, dass auch die direkt angrenzenden Nachbarländer mit dieser Lösung zufrieden sind.

Im Lohn- und Sozialdumping bestehe allerdings noch Handlungsbedarf für weitere Novellierungen, wie etwa die Abschaffung der Mehrfachbestrafung ein- und desselben Delikts (Kumulationsprinzip) oder auch die Verankerung der 10-Prozent-Toleranzgrenze für Strafen im Gesetz.  

Rückgang bei Nächtigungen durch Verschiebung der Osterferien

Auch die heute von der Statistik Austria veröffentlichten Zahlen zur Wintersaison November 2016 bis März 2017 kommentiert Nocker-Schwarzenbacher. Die Nächtigungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent oder 2,5 Millionen Nächtigungen auf 60,21 Millionen gesunken. Insbesondere der Rückgang der wichtigsten Gästegruppe, der deutschen Nachbarn, von fast zehn Prozent ist signifikant. Hintergrund für dieses Ergebnis ist die Verschiebung der Osterferien von März in den April. „Diese Verschiebung, die statistisch gesehen alle drei Jahre stattfindet, stellt unsere Betriebe vor große personaltechnische Herausforderungen. Es bedeutet, dass die Saisonbeschäftigten länger im Betrieb gehalten werden müssen, um diesen aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig müssen aber die Betriebe die geringere Auslastung finanziell abfedern“, weist Nocker-Schwarzenbacher auf die große Herausforderung für die Betriebe hin. Belegt wird dies auch durch die Beschäftigtenzahlen für den oben angeführten Zeitraum. Denn während die Nächtigungen um vier Prozent zurückgingen, stiegen die Beschäftigtenzahlen um 1,7 Prozent (3530 Personen) auf 212.324 Personen im Durchschnitt im Beherbergungs- und Gaststättenwesen ohne geringfügig Beschäftigte. In der Vorjahressaison betrug die Beschäftigung rund 208.800 Beschäftigte.  

„Dies veranschaulicht einmal mehr, wie wichtig eine Umsetzung unseres erst kürzlich vorgeschlagenen Modells zur Saisonverlängerung ist, in dem wir gemeinsam mit dem AMS und der Politik gute Rahmenbedingungen für Arbeitnehmer, Unternehmer und die österreichischen Tourismusregionen, insbesondere dem ländlichen Raum entwickeln und erarbeiten wollen“, so Nocker-Schwarzenbacher.

Betriebe mit Qualität und Service haben weniger Rückgänge

Ganz klar könne man anhand der Zahlen auch sehen, dass jene Betriebe, die auf Qualität und Service setzen, viel weniger Rückgänge zu verzeichnen hatten, als etwa die Privatquartiere und Ferienwohnungen.

„Ich bin dennoch optimistisch und zuversichtlich, dass wir dieses Minus bei den Nächtigungen noch aufholen können, aber leider nicht ertragsmäßig“, so Nocker-Schwarzenbacher abschließend. (PWK356/ES)

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