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Neujahrstreffen Gewerkschaft Bau-Holz: Themen der Sozialpartner auf EU-Agenda verankern 

Mindestlohn und flexible Arbeitszeiten als Zukunftsschwerpunkte


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„Die Sozialpartner stehen für die kontinuierliche Entwicklung tragfähiger Konzepte in Österreich. Dies müssen nur endlich in Umsetzung kommen was Bildung, Migration und sozialen Frieden betrifft“, betonte heute, Dienstag, der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, anlässlich des Sozialpartner-Neujahrstreffen der Gewerkschaft Bau-Holz. Die Regierung müsse – anstatt neuer Pläne – nur die vorhandenen Konzepte aufgreifen und umsetzen. Die Sozialpartner seien ein „Vertrauensanker in stürmischen Zeiten“, die das hohe Vertrauen, das sie in der Bevölkerung genießen durch Lösungen rechtfertigen. Mit der Diskussion rund um Mindestlohn und praxisorientierten Arbeitszeiten seien für 2017 die „Zukunftsschwerpunkte“ definiert. 

Sozialer Dialog auf EU-Ebene

Leitl unterstrich zudem die europäische Dimension der Sozialpartnerschaft, denn hier sei man aufgefordert noch stärker darzustellen, was die Sozialpartner in die europäische Agenda einbringen und welchen Beitrag sie leisten. Österreich übernehme 2018 den Vorsitz innerhalb der Europäischen Union und deshalb gelte es das Thema des sozialen Dialogs auf EU-Ebene zu verstärken. Auch ÖGB-Präsident Erich Foglar hatte in seiner Keynote darauf hingewiesen und betont, dass gerade auch auf europäischer Ebene Themen wie die soziale Marktwirtschaft und fairer Wettbewerb eine wichtige Rolle spielen sollten. Foglar unterstrich zudem, dass man bei der Flexibilisierung der Arbeitszeit und beim Mindestlohn den bisherigen „tragfähigen Weg“ weiter beschreiten solle. 

von links: AK-Präsident Rudi Kaske, ÖGB-Präsident Erich Foglar, BSGH-Obfrau Renate Scheichelbauer-Schuster, WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Josef Muchitsch, Vorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz
v.l.: Rudi Kaske, Erich Foglar, Renate Scheichelbauer-Schuster, Christoph Leitl und Josef Muchitsch

Sozialpartner als Ideenspender

Sowohl AK-Präsident Rudolf Kaske als auch der Vorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz, Josef Muchitsch, hoben die Rolle der Sozialpartner als Ideenspender hervor. Die Sozialpartnerschaft funktioniere gut – sowohl auf Betriebs- als auch Branchenebene - wie die Vielzahl an Beispielen gerade auch im Baubereich zeige. Auch die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster sieht die „Lösungskompetenz“ der Sozialpartner im Vordergrund. Flexible Arbeitszeitmodelle bei Friseuren, Tischlern und im Baunebengewerbe, ein gemeinsames Auftreten gegen Lohn- und Sozialdumping bei nach Österreich hereinarbeitenden ausländischen Firmen, die Schaffung zahlreicher neuer oder überarbeiteter Lehrberufe oder der gemeinsame Fokus auf Qualität und Qualifikation in der Reform der Gewerbeordnung seien Beispiele für die funktionierende Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. (PWK056/us)

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