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Neuer Wirtschaftskammer-Präsident Mahrer: „Wir alle sind Wirtschaft“ 

Harald Mahrer fordert mehr Freiräume für Unternehmen sowie Weiterentwicklung der Sozialpartnerschaft zu einer Zukunftspartnerschaft und kündigt Bildungsoffensive an

Der neue WKÖ-Präsident Harald Mahrer
© WKÖ/Fotospeed/Schnarr Der neue WKÖ-Präsident Harald Mahrer beim Wirtschaftsparlament

„Wir alle sind Wirtschaft und sitzen in einem Boot: Unternehmerinnen und Unternehmer genauso wie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien. Wer die Unternehmen schlägt, trifft daher immer auch deren Mitarbeiter und das ganze Land. In Wahrheit hat die Wirtschaftskammer 8 Millionen Mitglieder“, betonte der neue Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Harald Mahrer, heute in seiner Antrittsrede vor den Delegierten des Wirtschaftsparlaments und forderte dazu auf, „Wirtschaft neu zu denken“.

Um Herausforderungen wie den immer härteren internationalen Wettbewerbs, die Verschiebung des wirtschaftlichen Gewichts in Richtung Asien, vor allem China, sowie die Digitalisierung bewältigen zu können, müsse es ein „neues, viel breiteres Verständnis von Wirtschaft“ geben. „Wir brauchen einen neuen Konsens über die Bedeutung der Wirtschaft für unseren gesellschaftlichen Erfolg. Wir brauchen mehr Freiräume für die Unternehmen“, so Mahrer. Wirtschaftliche Freiheit sei die wichtigste Antriebskraft für Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung. 

Eine klare Abfuhr erteilte Mahrer „Gräuelpropaganda“, wie sie etwa zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung betrieben werde. „Die Zeit der Gräuelpropaganda muss ein Ende haben. Niemand muss in diesem Land täglich 12 Stunden oder jede Woche 60 Stunden arbeiten. Und Überstunden werden natürlich abgegolten. Alles andere stimmt nicht!“ 

"Neues Verständnis unserer Rolle als Wirtschaftskammer"

Ein neues Verständnis von Wirtschaft erfordere auch ein „neues Verständnis unserer Rolle als Wirtschaftskammer“, so Mahrer. Drei Punkte stellte er dabei in den Vordergrund: Die Wirtschaftskammer müsse und werde auch in Zukunft die ganze Breite der Wirtschaft repräsentieren: „Wir unterscheiden nicht zwischen Groß und Klein, regional und international, analog und digital, zwischen kleinem Gewerbebetrieb oder internationalem Exportunternehmen. Die Wirtschaft ist unteilbar.“ Die Wirtschaftskammer müsse zudem auf allen Ebenen vertreten sein - von der Bezirk-, Landes- und Bundesebene bis hin zum EU-Büro in Brüssel und einem starken Netz im Ausland.

Zweitens müsse die Wirtschaftskammer mehr denn je bei eigenen Dienstleistungen einen „Exzellenzanspruch“ stellen. Bestehende Services müssten daher fortgesetzt und ausgebaut werden. Und last not least seien Innovation und Kreativität der Schlüsselfaktor schlechthin für den Erfolg der Unternehmen. „Es geht um Innovation, Forschung, Entwicklung und Bildung, Bildung, Bildung.“ 

Berufliche Bildung in Österreich nach vorne bringen

Vor diesem Hintergrund werde die WKÖ einen dreistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen, um durch ein „Bildungs-Investitionspaket“ die berufliche Bildung in Österreich nach vorne zu bringen. Bis Herbst wird ein Plan ausgearbeitet, um die duale Ausbildung - ergänzt um einen Digitalfaktor - zu einer „trialen Ausbildung weiterzuentwickeln, kündigte Mahrer an. „Davon profitiert das ganz Land - die jungen durch neue Chancen, die Älteren durch sichere Jobs.“

Die Richtung Regierung zeigte sich Mahrer „froh, dass sich die Bundesregierung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz zu Reformen bekennt“. Die wirtschafts- und standortpolitischen Weichen seien mit dem Regierungsprogramm in die richtige Richtung gestellt, jetzt gehe es um die Umsetzung. „Wir werden die Regierung fördern, wo dies wichtig ist. Und wir werden sie fordern, wo es notwendig ist.“ An konkreten Zielen nannte der neue Wirtschaftskammer-Präsident insbesondere eine Entlastung von Unternehmen und Beschäftigten bei Steuern und Abgaben, eine rasche Arbeitszeitflexibilisierung sowie eine bürokratische Entlastung. „Wir werden die Regierung nicht daran messen, wie viele neue Gesetze sie beschließt, sondern wie viele Regelungen sie abschafft. Befreit die Unternehmen und ihre Mitarbeiter vom Vorschriftenmüll, er steht uns bis zum Hals“, so Mahrer unter dem lauten Beifall der Wirtschaftsdelegierten. Die WKÖ selbst werde jedenfalls ein starker Reformpartner der Regierung sein. 

Sozialpartnerschaft zur Zukunftspartnerschaft weiterentwickeln

Zur Sozialpartnerschaft legte Mahrer ein klares Bekenntnis ab, diese müsse aber zu einer Zukunftspartnerschaft weiterentwickelt werden - „ohne Unternehmer-Bashing, ohne Bazarhandel, dafür mit einem Blick über den Tellerrand hinaus und dem Ziel, die großen Fragen zu lösen. Ich lade alle zu einer solchen Zukunftspartnerschaft ein!“

In einer Zeit, in der vieles in Bewegung gerate, übernehme die Wirtschaft Verantwortung für die Unternehmen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das Land, betonte Mahrer abschließend: „Es liegt an uns, gemeinsam mehr zu unternehmen. Für unseren Standort und für unser Land. Wir, die Wirtschaft, wir schauen auf Österreich!“ (PWK367/SR)

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