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Neu erschienen: Branchenreport zum Absatzweg Direktvertrieb in Österreich 

2017er-Update mit Informationen zu Struktur der Direktvertriebsbranche in Österreich, Kundengruppen, Durchschnittsumsatz pro Kunde sowie Zukunftserwartungen

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„Der Absatzweg Direktvertrieb in Österreich ist ein gleichermaßen attraktiver wie dynamischer“, betonten Peter Krasser, Obmann des Bundesgremiums Direktvertrieb in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), und die stellvertretenden Obleute Erwin Stuprich und Herbert Lackner anlässlich der Präsentation des druckfrischen Branchenreports „Direktvertrieb in Österreich“ 2017.

Die zu Grunde liegende Erhebung wurde vom Wirtschaftswissenschafter Michael M. Zacharias, emeritierter Professor an der Hochschule Worms und der Experte in Sachen Direktvertrieb, durchgeführt. Ca. 13.300 aktive Direktberater/-innen gibt es in Österreich (Quelle: WKO-Mitgliederstatistik zum Stichtag 31.12.2016), 13 Prozent der aktiven Direktberater beantworteten einen umfangreichen Fragebogen zu Themen wie Kunden, Produktverkauf, Zeiteinsatz, Einkommen, Zufriedenheit mit ihrer Berufsvertretung in der Wirtschaftskammer und nicht zuletzt über ihre Zukunftserwartungen.

Kundenbindung als Erfolgsfaktor im österreichischen Direktvertrieb

„Sensationell hoch“ ist demnach die Kundenbindung, so die Branchensprecher: „Knapp 90 Prozent der Käuferinnen und Käufer werden von den Direktberater/-innen als Stammkundschaft eingestuft. Das ist ein Beweis für die Attraktivität des Vertriebsweges bei den Kunden.“

Die Hauptkundengruppen der Direktberater/innen in Österreich 

Die Hauptkundengruppe für Produkte im Direktvertrieb sind mit 62 Prozent Frauen mittleren Alters, für weitere 22 Prozent weist der Branchenreport Familien als Käufer aus.

Welche Waren Direktberater/-innen vor allem verkaufen

Der Umsatz pro Kunde liegt nach Angaben der Direktberaterinnen und Direktberater in der Größenordnung von durchschnittlich 119 Euro. Die circa 18.500 Direktberater/-innen verkaufen vor allem Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik-/Körperpflegeprodukte, Haushaltswaren/Elektrogeräte, Wellnessprodukte sowie Wohnaccessoires und Modeschmuck.                                 

Wer ist in Österreich im Direktvertrieb tätig?

Die Tätigkeit im Direktvertrieb wird vorwiegend nebenberuflich und vor allem von Frauen ausgeführt: Ihr Anteil ist von 55 Prozent (2009) auf aktuell 75 Prozent gestiegen. Rund die Hälfte der Direktberater/-innen verdient monatlich nicht mehr als 500 Euro (brutto). Dies liegt im Wesentlichen daran, dass etwa jede/r Zweite weniger als 10 Stunden pro Woche im Direktvertrieb tätig ist. Andererseits verdienen 8 Prozent der Direktberater/-innen mehr als 4000 Euro im Monat.

Gute Verdienstmöglichkeiten im Direktvertrieb

Für hauptberuflich im Direktvertrieb Tätige weist die Erhebung sehr gute Einkommensmöglichkeiten aus: 60 Prozent der hauptberuflichen Direktberater/-innen haben ein Brutto-Monatseinkommen von mehr als 6000 Euro. „Das Einkommen hängt also sehr stark davon ab, wieviel Zeit man wöchentlich arbeitet. Insgesamt bestätigt die direkte Befragung, dass bei entsprechendem Zeiteinsatz ein hohes Brutto-Monatseinkommen realistisch ist“, führen Zacharias, Krasser, Stuprich und Lackner aus.

Zeiteinsatz als einer der Erfolgsfaktoren

Stichwort „Zeiteinsatz“: Dieser Faktor spielt laut den Experten im Direktvertrieb eine entscheidende Rolle: Mehr Zeiteinsatz bedeutet mehr Kunden, bedeutet eine größere Zahl von Vertriebspartnern in der eigenen Gruppe und damit mehr Umsatz und letztlich ein höheres Monatseinkommen für die Direktberater/-innen.

Aktuelle Situation - und was wird für die Zukunft erwartet?

94 Prozent der Direktberater/-innen geben an, mit ihrer Tätigkeit „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ zu sein. 89 Prozent der befragten Direktberater/-innen sehen die Entwicklung des Direktvertriebs in den nächsten vier bis fünf Jahren als „sehr positiv“ bzw. „positiv“. Bei der Einschätzung der eigenen Einkommensentwicklung bis zum Jahr 2020 glauben 84 Prozent, dass ihr Einkommen steigen bzw. stark steigen wird. Auch einen Vorsatz hat die Mehrheit der Direktberater/-innen gefasst: 55 Prozent wollen künftig mehr Zeit für ihre Tätigkeit im Direktvertrieb aufwenden.

Hohe Zufriedenheit mit der Interessenvertretung

Last but not least wurde die Zufriedenheit der Direktberater/-innen mit der Tätigkeit ihrer Branchenvertretung in den Landesgremien und dem Bundesgremium Direktvertrieb abgefragt: Demnach sind die Direktberater/-innen zu 82 Prozent damit „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“. (PWK082/JR)

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