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Nationale Bioökonomie-Strategie: Schlüssel zu Innovation und Wettbewerbsfähigkeit 

Bundessparte Industrie sieht Stärkung der biobasierten Produktion im Vordergrund - Verbesserte Rohstoff- und Energieeffizienz der Industrie unterstützt Dekarbonisierung

Andreas Mörk, Geschäftsführer der Bundessparte Industrie
© wkö Andreas Mörk, Geschäftsführer der Bundessparte Industrie

Bioökonomie, also die integrierte stoffliche und energetische Nutzung biogener Rohstoffe und die damit verbundenen Bildungs-, Forschungs- und Innovationsmaßnahmen, steht zurecht auf der Agenda der Österreichischen Bundesregierung. Vor dem Hintergrund der im Oktober vorgelegten neuen EU-Bioökonomie-Strategie und der ambitionierten Ziele zur Senkung der Treibhausgasemissionen arbeiten die Bundesministerien für Nachhaltigkeit und Tourismus, Verkehr, Innovation und Technologie sowie Bildung, Wissenschaft und Forschung gemeinsam an einer Nationalen Bioökonomie-Strategie, von der starke Impulse für den innovativen Einsatz biologischer Ressourcen erwartet werden. Die Transformation in Richtung Bioökonomie bietet große Chancen, die österreichische Wertschöpfung zu stärken und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klima- und Nachhaltigkeitsziele. Dabei wird die Wirtschaft auf ein nachhaltiges Fundament gestellt, und gleichzeitig werden Innovationsfelder besetzt, deren Wertschöpfung zu einem deutlich höheren Teil in der Region selbst liegt als bisher. 

Bioökonomie: ein wichtiges Zukunftsthema für Österreich 

„Aus Sicht der Industrie ist Bioökonomie ein wichtiges strategisches Zukunftsthema für Österreich. Im Vordergrund steht für uns dabei vor allem die Stärkung und der nachhaltige Ausbau der biobasierten Produktion - in den traditionellen Wertschöpfungsketten der Lebensmittelindustrie sowie der Forst-, Holz- und Papierindustrie ebenso wie in den neuen Bioökonomiebranchen der chemischen Industrie, der Textilindustrie, der Bau- und Dämmstoffindustrie und der Biotreibstoff- und Bioenergiebereitstellung. Aber auch Branchen, die auf den ersten Blick nicht „bio-ökonomisch“ sind, wie die Mineralölindustrie, die Gas- und Wärmeversorgung oder die Bergbau- und Stahlindustrie, arbeiten mit großem Engagement an Technologien zur effizienteren Nutzung von Energie, zur verstärkten Rohstoffeffizienz und zur Kreislaufführung von Stoffströmen. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung. Zudem umfasst die Bioökonomie auch Sektoren, die übergreifende Querschnittstechnologien entwickeln, wie vor allem die Biotechnologie, den Anlagenbau inklusive Prozesstechnik und Infrastrukturentwicklung sowie die Informations- und Kommunikationstechnologie. Wenn die nationale Bioökonomie-Strategie hier ansetzt und die Innovationsfähigkeit der Unternehmen unterstützt, profitiert davon auch die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs“, kommentiert Andreas Mörk, Geschäftsführer der Bundessparte Industrie in der WKÖ die kürzlich präsentierten Vorarbeiten der drei Ressorts positiv.

Gemeinsam Lösungen für die Zukunft entwickeln

Die Entwicklung einer Bioökonomie wird sowohl von technologischen und ökonomischen Aspekten als auch von Fragen der ausreichenden Verfügbarkeit von nachwachsenden Rohstoffen bestimmt – die steigende Nachfrage bedingt eine nachhaltig verträgliche Ausweitung des Rohmaterialangebots, ohne biologische Ressourcen zu überlasten und die Versorgung zu gefährden. Die Biobasierte Industrie ist jener Teilbereich der Bioökonomie, der die Rohstoffverarbeitung im Fokus hat und den gesamten Wertschöpfungsprozess vom biogenen Rohstoff bis zum fertigen Produkt umfasst. „Für die Industrie bietet bioökonomische Innovation die Chance, ressourceneffizienter zu produzieren und Produkte mit verbesserten ökologischen Eigenschaften zu entwickeln. Innovationssprünge und Grundlagenforschung sind essentiell. Wichtigste Voraussetzung dafür ist die Verfügbarkeit biogener Ressourcen zu wettbewerbsfähigen Konditionen. Dort, wo der verstärkte Einsatz nachwachsender Rohstoffe zu Zielkonflikten führt, müssen wir gemeinsam daran arbeiten, diese früh zu erkennen und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. So setzen innovative Materialkombinationen und die Entwicklung biobasierter Verbundwerkstoffe weitest mögliche Technologieoffenheit statt einseitiger Stoffverbote voraus“, so Mörk abschließend. (PWK763/us)

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