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Nachhaltige Waldbewirtschaftung ist Basis für Holzindustrie, Wertschöpfung und Klimaschutz

Nachhaltige Waldbewirtschaftung garantiert Rohstoffversorgung und positive Klimabilanz

Wald
© Envato

Dank nachhaltiger Waldbewirtschaftung kann Österreichs Holzindustrie Wertschöpfung und Klimaschutz erfolgreich verbinden. Gesunde Wälder sind die Grundlage für klimafreundliche Holzprodukte und wertvolle Arbeitsplätze. Herbert Jöbstl, Obmann des Fachverbands der Holzindustrie, erklärt dazu: "Unser Rohstoff Holz ist als nachwachsender CO2-Speicher der ideale Klimaschützer, denn die Produkte der Holzindustrie speichern langfristig Treibhausgase. Zudem entwickelt unsere Branche Alternativen zu CO2-intensiven Produkten und Materialien. Damit die Holzindustrie Österreichs weiterhin erfolgreich bleibt, ist eine nachhaltige Waldbewirtschaftung unverzichtbar. Klimaneutralität gelingt nur mit Holz." Die zuverlässige Versorgung mit dem Rohstoff Holz ist für die Holzindustrie Basis für regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum. "Besonders wichtig ist uns die Zusammenarbeit mit den heimischen Forstbetrieben und Waldbesitzern, die ihre Wälder seit Generationen nachhaltig bewirtschaften", betont Herbert Jöbstl und hebt hervor: "Die nachhaltige Waldbewirtschaftung garantiert sowohl eine Versorgung unserer Betriebe mit nachwachsenden Rohstoffen als auch die klimafreundliche Produktion unserer Branche."

Zukunftsfähige Rahmenbedingungen für nachhaltige Waldbewirtschaftung

Die Folgen des Klimawandels – besonders Wetterextreme und Käferfraß - belasten jedoch die nachhaltige Waldbewirtschaftung und sorgen für hohe Mengen an Schadholz. Die einheimischen Wälder benötigen daher Unterstützung und zukunftsfähige Rahmenbedingungen. "Der von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger initiierte Waldfonds gibt die richtigen Impulse, um eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und -pflege zu unterstützen. Wir begrüßen dieses Zukunftskonzept, das positiv auf die Wirtschaft und den Klimaschutz wirken wird", so Obmann Jöbstl. Außerdem beinhaltet der Waldfonds gute Ansätze, um die infolge des Klimawandels zusätzlich anfallenden Holzmengen zu bewältigen. "Um das Schadholz besser nutzen zu können, sind Anreizmodelle ein guter Weg. Mit Daten über das Ausmaß der Schäden in den Wäldern und flexiblen sowie wirtschaftlichen Transportkonzepte kann die Holzindustrie die Kapazitäten in den Werken besser planen", sagt Herbert Jöbstl.

Verbesserungsbedarf sieht die Holzindustrie bei der Biodiversitäts-Strategie 2030 des Klimaministeriums. Deren zentrales Element, große Waldflächen in Österreich für die Holzernte zu sperren, sieht der Obmann der Holzindustrie als "Einbahnstraße für Klimaschutz und Wirtschaft, die in einer Sackgasse mündet" und erläutert: "Wenn unsere Betriebe zukünftig weniger Holz aus heimischen Wäldern beziehen dürfen, dann sind sie zunehmend auf Holzimporte angewiesen. Mittelfristig verliert unsere Holzindustrie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit, denn durch die Verknappung würden die Holzpreise steigen und zusätzliche Transportkosten anfallen. Der Holzeinschlag wird sich zudem in Drittstaaten mit niedrigeren Umwelt- und Arbeitsstandards verlagern."

Das Unterlassen der Waldbewirtschaftung schadet auch der Natur und dem Klima. Herbert Jöbstl warnt: "Das zunehmende Transportaufkommen durch die Holzimporte führt zu zusätzlichen LKWs auf unseren Straßen sowie höheren Abgas- und CO2-Emissionen. Auch vermehrt absterbende Bäume setzen weiteres CO2 frei, da unsere Wälder aufgrund der dann ausbleibenden Bewirtschaftung zu überaltern drohen. Bisher bindet die Holzindustrie das im Holz enthaltene CO2 langfristig in ihren Produkten. Schließlich bietet ein sich selbst überlassener Wald ideale Nährböden für Schädlinge wie den Borkenkäfer und damit unkalkulierbare Risiken für benachbarte Wirtschafts- und Schutzwälder. Damit wäre weder der Biodiversität, noch dem Klimaschutz gedient. Eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes ist und bleibt der beste Klima- und Umweltschutz."

Über den Fachverband der Holzindustrie

Der Fachverband der Holzindustrie Österreichs vertritt die Interessen von fast 1.300 holzverarbeitender Unternehmen in der Bau-, der Möbel-, der Platten-, der Säge- und der Skiindustrie sowie in holzverarbeitenden Gewerben, wie der Palettenherstellung. Die Unternehmen der Holzindustrie erwirtschaften mit rund 28.000 Beschäftigten Waren im Wert von 8,3 Milliarden Euro, wovon fast 6 Milliarden Euro exportiert werden. Innerhalb der Wertschöpfungskette Holz sorgen sie, gemeinsam mit den Betrieben der Forst- und Papierwirtschaft, für mehr als 300.000 Arbeitsplätze, besonders in den ländlichen Regionen. Die Holzindustrie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Wirtschaft.

http://www.holzindustrie.at

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